• 8. März 2014 15:03
  • Sendung vom 08.03.2014, Topic

Zwischen Objektivität und Propaganda

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine in den Medien


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Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland ist das allgegenwärtige Medienthema dieser Tage: Täglich wird in Live-Tickern und aktuellen Berichten der Stand der Dinge festgehalten. Dennoch hat man das Gefühl, dass es fast unmöglich ist, ein objektives Bild des Konflikts zu zeichnen. Die Lage ist kompliziert. Zum einen werden Journalisten vor Ort daran gehindert, frei zu berichten. Zum anderen ist die Berichterstattung geprägt von Interessen und Vorurteilen. In Russland verbreitet das einflussreiche staatlich gelenkte Fernsehen ein abschätziges Bild von der Ukraine. Den westlichen Medien wiederum wird vorgeworfen, vorurteilsbeladen und nicht kenntnisreich genug von der Situation zu berichten. Zudem versuchen Alternativmedien und Blogs, das Bild zu objektivieren.

Und wir versuchen, Klarheit in die mediale Konstellation zu bekommen: Wer berichtet wie warum? Welche Auswirkungen haben die Interessenskonflikte der Medien? Wie würde eine differenzierte Berichterstattung aussehen?

Den momentanen Status quo des Konflikts auf dem Maidan fasst Adalbert Siniawski für uns zusammen. Im Anschluss sprechen wir mit der Osteuropa-Expertin und Journalistin Gemma Pörzgen über die offenkundige Schwierigkeit vieler Medien, aus der Ukraine und Russland objektiv und sachlich richtig zu informieren. Sie ist Vorstandsmitglied von Reporter ohne Grenzen und beschäftigt sich mit der eingeschränkten Berichterstattung, ihren Ursachen und Folgen.

Foto: „Reading a revolutionary newspaper“ von Ivan Bandura, CC BY 2.0