• 25. April 2008 08:04
  • Sendung vom 26.04.2008, Sendungsüberblick

Würde Einstein seine Aufsätze frei im Internet publizieren?


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Forschung im Netz – oder: hat das Internet in der Wissensgesellschaft eine ebenso revolutionäre Wirkung wie damals Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks? Wie schnell zirkulieren Forschungsergebnisse wirklich und wie zuverlässig sind die Quellen im Netz zu finden? Wie müsste die Infrastruktur im Internet aussehen, damit es einen freien Datenaustausch geben kann? Ein erster Meilenstein war die  „Berliner Erklärung“ aus dem Jahr 2003, die den freien Zugang zu öffentlich finanzierten wissenschaftlichen Erkenntnissen fordert.  Doch die Praxis sieht anders aus. Die meisten Wissenschaftler unterschreiben Arbeitsverträge , die ihr „geistiges Eigentum“ auf ihren Arbeitgeber übertragen. So genannte „high-impact“-Publikationen – angesehene wissenschaftliche Zeitschriften – verlangen, dass Autoren ihr Copyright an die Zeitschrift abtreten und bieten im  Gegenzug die für die Karriere so förderlichen Veröffentlichungen. Sowohl für den einzelnen Wissenschaftler als auch für die beteiligten Institutionen gab es bislang wenig Anreiz, diese Traditionen abzuschaffen. Wir sprechen mit Professor Schirmbacher von der Humboldt Universität zu Berlin über Open Access.
„Die Erforschung der Welt in unserem Kopf ist eines der spannendsten und brisantesten Projekte der Wissenschaft. Die Disziplinen häufen immer mehr Wissen an – auch über die Grenzen von Natur- und Geisteswissenschaften hinweg. Das darf nicht unkommentiert bleiben“, so heißt es in der Selbstdarstellung auf www.brainlogs.de.  Ralf Müller-Schmid rezensiert die Seite.
Außerdem gibt es ein Portrait des Schriftstellers und Internetpioniers Cory Doctorow.
Im Blogspiel dieses Mal eine eigenwillige Collage eines Hörspielexperiments von tonbaend
Aus technischen Gründen gibt es diesmal die gesamte Sendung in fünf Teilen als mp3 zum Nachhören und Runterladen.
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5