• 14. Januar 2011 16:01
  • Sendung vom 15.01.2011, Sendungsüberblick

Wikipedia, Klout, Myspace, GCC

Die Breitband-Themen am 15.01.2011


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Die Wikipedia wird zehn Jahre alt und das darf zu Recht gefeiert werden. Nach eigenen Angaben ist die Online-Enzyklopädie in 269 Sprachen verfügbar und kann insgesamt 17.549.968 Artikel (Stand: 01.01.2011) vorweisen. Bei der Masse an Inhalten wird das Finden der gewünschten Information immer schwieriger. Deshalb werfen wir einen Blick auf eine mögliche Wikipedia 2.0, die sich vor allem durch semantische Elemente und Maschinenlesbarkeit auszeichnen könnte. Aber wieviel Maschine verträgt ein von Menschenhand gefüttertes und kontrolliertes Projekt wie die Wikipedia? Darüber sprechen wir mit Markus Krötzsch, dem Chef-Entwickler des Semantic MediaWiki.

Bei all der Technik, die bereits heute eine unverzichtbare Rolle für das Bestehen der Wikipedia spielt, sind und bleiben Menschen erforderlich. Hinter den Kulissen des Mitmach-Lexikons sind es vor allem die Administratoren, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement die Fäden zusammenhalten. Sie verfügen über zusätzliche Werkzeuge, mit denen sie die Wikipedia verwalten. Ihre Aufgaben: Löschen, Sperren, Schlichten und viel, sehr viel diskutieren. Wir haben einen Wikipedia-Administrator besucht.

Der Einfluss einer Webseite wie Wikipedia ist enorm. Mehrere hundert Millionen Menschen besuchen sie jeden Monat, Viele davon benutzen und verweisen auf die Inhalte per Link. Genau so lässt sich auch der Einfluss der Seite bestimmen. Aber wie einflussreich ist eine einzelne Person im Netz und wie kann man den Einfluss bestimmen? Diese Frage will der Dienst Klout beantworten. Dabei geht es den Machern allerdings nicht um eine Top-Liste der Einflussreichsten Socia-Media-Akrobaten, schreiben sie auf ihrer Seite. „We believe that every person who creates content has influence. Our mission is to help every individual understand and leverage their influence.“ Wir haben uns den Dienst genauer angeschaut.

Apropos Einfluss. Der scheint für Myspace eindeutig zu sinken. Aus Deutschland zieht sich der einstige Social-Media-Platzhirsch ganz zurück, insgesamt müssen sich die Hälfte aller Mitarbeiter weltweit einen neuen Job suchen. Eines ist klar: Myspace steckt tief in der Krise. Wie konnte es dazu kommen? Was lief schief? Und welche Auswirkungen haben die jüngsten Entwicklungen auf die unzähligen Musiker, die den Dienst immernoch nutzen? Die Breitband-Netzmusik klärt auf und spielt Musik, die auch ohne Myspace klar kommt.

Das Spielen ist in dieser Sendung nicht nur auf Musik bezogen. Wir wollen uns auch im wörtlichen Sinn damit beschäftigen. Denn die Betreiber des Berliner A Maze Festivals haben eine interdisziplinäre Spiele-Talkshow initiiert, deren Ziel es ist, die Schnittstellen zwischen Gaming, Kunst und Musik auszuloten. In einer aktuellen Veranstaltung geht es um das kreative Schummeln, das Cheating – also darum, den Verlauf von Computerspielen in nicht vorgesehener Weise zu beeinflussen. Wir haben uns dazugeschummelt.