• 21. Januar 2017 13:01
  • Sendung vom 21.01.2017, Topic

Wahrheit und Pflicht

Die Debatte um "Fakenews" - was hilft bei der Wahrheitsfindung?


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Die Grenze zwischen Übertreibung und Flunkern verläuft im persönlichen Gespräch oft fließend – und wenn sie charmant vorgetragen wird, ist so eine kleine Lüge im Auftrag der aufregenderen Geschichte auch oft verziehen.

Anders verhält es sich jedoch mit Nachrichten: Die Wahrheit ist hier essenziell und die Grundvorraussetzung dafür, dass die Meldung überhaupt öffentlich gemacht werden kann – so sollte es zumindest sein. Der Begriff „Fakenews“ befeuert in der letzten Zeit die Diskussionen in und um die Medien und sozialen Netzwerke. Bewusst falsche oder unvollständige Tatsachenberichte werden verbreitet, oft mit (politischem) Kalkül dahinter – und die Folgen sind schwer absehbar.

Vor allem auf Facebook grassieren „Fakenews“ zuhauf, deshalb will die Plattform nun die Verbreitung zweifelhafter Nachrichten über sein soziales Netzwerk mit Hilfe des Recherchebüros Correctiv eindämmen. Wie das Ganze funktionieren soll und warum ausgerechnet Correctiv sich im Kampf gegen Falschmeldungen engagiert, erklärt uns zunächst Daniel Bouhs.

Anschließend versuchen wir mit dem Blogger und Autor Sascha Lobo eine Definition von „Fakenews“ und klären, was die Debatte darüber über die momentane Lage der Gesellschaft aussagt und welche Verantwortung Medien und Politik haben.

Und zum Ende des Komplexes nimmt uns Teresa Sickert mit auf eine „Fake News Challenge“: Können Falschmeldungen automatisch erkannt werden?

Foto von Surian Soosay, CC BY 2.0