• 15. April 2016 11:04
  • Sendung vom 16.04.2016, Sendungsüberblick

VR-Pornos, Zufalls-Geschlechter und Lyrik aus dem Darknet

Auf zu neuen Ufern?


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Der Virtual-Reality-Hype rollt. Aber es sind nicht Games, die besonders gut bei den Kunden ankommen und dieser Technik zum Durchbruch verhelfen, es sind Pornos.

In dunklen Ecken des Netzes gibt es schon lange krude VR-Programme, in denen man als User interaktiven Sex mit Anime-Figuren haben kann. Seit einiger Zeit entstehen aber auch mehr und mehr Real Life VR-Pornos für den Massenmarkt.

So hat die Plattform Pornhub kürzlich eine eigene Rubrik für VR-Pornos freigeschaltet, die Filme können dort mit Hilfe von Google Cardboard, Samsung Gear VR und Oculus Rift konsumiert werden. „Unsere Kunden sind jetzt in der Lage, sich nicht nur unsere Inhalte anzusehen, sie können ihre Erfahrungen direkt machen und mit ihren Lieblings Porno-Stars interagieren“, sagte Corey Prince, der Co-Vorsitzende von Pornhub, zum neuen Angebot, das natürlich auch reichlich Geld in die Kassen spülen soll.

Sex und Technik flirten gerne miteinander. Matthias Finger reist für uns in die Vergangenheit und stellt uns Cyber-Sexphantasien aus der Science Fiction vor. Wie unterscheiden sich diese Vorstelllungen eigentlich von einem heutigen VR-Porno? Und wie fühlt es sich eigentlich an, so einen interaktiven Film zu erleben?

Fest steht: VR-Pornos sind anders. Sie werden aus der Ich-Perspektive gedreht und auch so konsumiert. Dabei wird der eigene Körper im Film anders dargestellt, selbst das Geschlecht kann ausgetauscht werden. Welche Angebote gibt es derzeit auf dem Markt und verändert diese Technik unsere Sexualität? Darüber sprechen wir mit dem Journalisten Jan Keno Janssen, der in der Virtuellen Realität zu Hause ist.

Facebook kündigt Bots für seinen Messenger-Dienst an: Eine von vielen Meldungen der Woche, die Teresa Sickert zusammengestellt hat.

Beim Multiplayer-Survival-Spiel Rust hat es ein neues Update gegeben, bei dem der Spieler nicht selbst entscheiden kann, welches Geschlecht seine Spielfigur hat. Das Game entscheidet anhand der Steam-ID, ob die Spielfigur männlich oder weiblich ist. Wie beeinflusst dieser Mechanismus das Spiel und den Spieler? Darüber sprechen wir mit dem Kultur- und Medienwissenschaftler Christian Huberts.

Das Darknet ist bekannt für illegale Geschäfte oder dient als Tummelplatz von Dissidenten, die so die staatliche Überwachung umgehen wollen. Doch an diesem Ort entsteht auch Literatur, die nun im Magazin „The Torist“ präsentiert wird. In der erste Ausgabe gibt es Kurzgeschichten, Gedichten und Essays, die sich um Themen wie Überwachung und Privatsphäre drehen. Ob sich „The Torist“ lohnt, verrät uns Christian Schiffer.

Durch die Sendung führen Marcus Richter und Vera Linß, Die Netzmusik wählt Teresa Sickert aus. Redaktion: Jana Wuttke, ins Netz schreibt Markus Köbnik.

Foto: „Virtual Reality Demonstration“ vom Knight Center for Journalism in the Americas, CC BY-SA 2.0