• 21. März 2015 12:03
  • Netzkultur, Sendung vom 21.03.2015

Vorzeitig beendet

Wie das Kunstprojekt "11 Tage" für Furore sorgte


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Totalüberwachung und gezielte Tötungen durch Drohnen – auf diese Themen wollte der Künstler Florian Mehnert mit seinem Kunstprojekt „11 Tage“ aufmerksam machen. Stattdessen wurde eine Debatte um ein Tierleben geführt: In seiner Installation hatte Mehnert eine Ratte 24­-stündiger Totalüberwachung per Webcam ausgesetzt. Am Ende sollten die Zuschauer im Internet per Mausklick eine Waffe auf das Tier richten und abdrücken können.

Mehnerts Aktion wurde im Netz stark kritisiert. „Stoppen wir diese unnötige Exekution“, wurde in einer Petition gefordert. Der Künstler erhielt Morddrohungen.

Warum ist die Empörung über den möglichen Tod einer Ratte größer als über Überwachung und den tatsächlichen Tod von Drohnen-Opfern, auf die Mehnert hinweisen wollte? Thomas Reintjes hat darüber mit dem Künstler gesprochen.

Bild: Screenshot Twitter/Studio Florian Mehnert