• 26. August 2012 17:08
  • Digitale Kultur, Netztheorie, Sendung vom 25.08.2012, Topic

Vom Potenzial digitaler Gemeinschaften

"Wikinomics"-Autor Don Tapscott im Gespräch


Zu Beginn der Sendung blicken wir ganz generell auf den Begriff „Community“ und ergründen Potential, Risiken und Nebenwirkungen dessen, was man landläufig mit „Gemeinschaft“ übersetzt. Der Mensch ist seit Jahrtausenden ein Herdentier und das gilt nicht nur in der Offline-Welt sondern natürlich genauso fürs Netz. Digitale Communities stehen für Teilhabe, Mitwirkung, Bottom Up, statt TopDown. Nie zuvor konnten sich so viele Menschen so einfach miteinander vernetzen austauschen – mit Partikularinteressen, die sich am „Long Tail“ ganz weit hinten befinden – oder auch gemeinsam Alternativen zu vorhandenen Machtstrukturen aufbauen.

Aber was will und kann sie und vor allem wer ist sie eigentlich heute, die Community? Nachdem Thomas Reintjes nochmal die Geschichte der digitalen Gemeinschaft zusammefasst, sprechen wir mit dem kanadischen Autoren und Professoren Don Tapscott, der bekannt wurde mit seinem Buch „Wikinomics„. Darin beschreibt der kanadische Managementprofessor, wie Menschen selbstorganisiert, ohne Hierarchien und starre Organisationsstrukturen miteinander an Projekten arbeiten. Virtuellen Gemeinschaften haben für Tapscott das Potential, die ganz großen Menschheitsprobleme zu lösen.

Wir trafen den Internetvordenker auf dem Technologiefestival „Campus Party“ und fragten ihn, was Communities im Netz überhaupt zusammenhält – und wie sich das von Gemeinschaften aus der analogen Welt unterscheidet. Online gehts weniger um Informationen als um Networking, meinte Tapscott.

Das komplette, englischsprachige Interview mit Don Tapscott bieten hier als MP3-Datei.

Bild: Vera Linß @ Twitter.