• 5. April 2014 13:04
  • Sendung vom 05.04.2014, Topic

Vom Krieg erzählen

Alltag der Kriegsreporter


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„Krieg ist 99 Prozent Langeweile und ein Prozent Terror“, sagt Kriegsfotograf Simon Klingert, 31. Seit 10 Jahren ist der Berliner für US-Medien in Irak und Afghanistan im Einsatz, als embedded journalist, der im Krieg innerhalb einer kämpfenden Militäreinheit arbeitet – was nicht unumstritten ist.

Um 2002 begannen die eingebetteten Reporter aus Kriegsgebieten zu berichten. Die US-Armee ließ damals Journalisten zu, als Reaktion auf die Kritik amerikanischer Massenmedien, denen der Zugang zum Kriegsgeschehen während des Zweiten Golfkrieges 1991 und des Afghanistankrieges 2001 nicht ausgereicht hatte.

Unser Autor Johannes Nichelmann hat mit Kriegsreporterinnen und -reportern über ihren Alltag gesprochen.

Noch nicht so lange dabei wie Simon Klingert ist Hannah Lucinda Smith: Erst seit einem Jahr ist sie in Kriegsgebieten als Reporterin unterwegs. Von Großbritannien aus ging sie nach Syrien. Was sie dort macht, lernt man in keiner Ausbildung, sagt sie – man müsse einfach anfangen.

Autorin und Biographin Caroline Moorehead berichtet unserem Autor von ihren Begegnungen mit einer Frau, die die Art des Erzählens vom Krieg auf den Kopf gestellt hat, Martha Gellhorn:

„Man sagt, dass Hemingway sie einmal fragte: Warum schreibst Du nicht? Und sie antwortete: Ich schreibe nicht, weil ich nichts über den Krieg weiß. Nichts über Waffen, über Maschinen und nichts über Taktiken. Und er sagte zu ihr: Schreibe über die Sachen, von denen Du Ahnung hast! Über Menschen.“

Manuskript zum Feature „Vom Krieg erzählen“ (PDF 335 KB)
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Hintergrund

Eine kritische Sicht auf den Embedded Journalism
Sebastian Junger: „Tal des Todes“ (Rezension von Vera Linß)

Fotos: Simon Klingert