• 8. August 2014 17:08
  • Sendung vom 09.08.2014, Sendungsüberblick
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Virtueller Körpertausch, Do-it-yourself-Handys und digitale Beichtstühle

Breitband am 09.08.2104


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Das Internet eröffnet neue Erlebniswelten. Wir können Wissen übers Netz saugen und verstehen, wie Dinge funktionieren. Nur Gefühle widersetzen sich dem digitalen Transport. Wir können nicht im Körper eines anderen sein und erleben, was der andere fühlt. Bislang. Denn Künstler, Entwickler und Wissenschaftler versuchen schon seit Längerem, Empathie übers Netz zu transportieren. Unser Autor Matthias Finger stellt einige Projekte vor.

Anschließend sprechen wir mit dem französischen Entwickler Arthur Tres über das Kunstexperiment „The machine to be another“, das Antworten auf  existentielle Fragen sucht: Wie wäre es, die Welt mit den Augen eines anderen zu sehen? Würde es das Verständnis voneinander verbessern? Würden wir uns selbst besser verstehen?

Auf ganz praktische Fragen gibt es  hingegen schon jetzt Antworten. Zum Beispiel können virtuell erzeugte Gefühle bei der Linderung von Phantomschmerzen  helfen.  Der  Gesundheitswissenschaftler Andreas Rothgangel von der Firma kaasa health erklären, wie das funktioniert.

Außerdem widmen wir uns einem ganz besonderen Sommercamp, das in der kommenden Woche mitten in Hamburgs Vergnügungsviertel eröffnet wird. Das Fablab-St. Pauli stellt eine komplette Handyfabrik zur Verfügung, wo jeder unter Anleitung ein Mobiltelefon zusammenbauen kann. Axel Sylvester vom Hacker- und Künstlerkollektiv Fablab hat uns zum Projekt “Fabrica” einige Fragen beantwortet.

Am Ende der Sendung gibt´s noch ein paar Tipps für alle, die sich gern mal vor einem offenen Gespräch drücken. Mit anonymen Beicht-Foren und Geständnis-Apps kann das Gewissen zumindest virtuell entlastet werden.

An den Mics erwarten Sie Teresa Sickert und Christian Grasse, der auch die Netzmusik ausgewählt hat. Die Redaktion liegt in den Händen von Jochen Dreier. Web: Vera Linß.

Bild: Screenshot von „Immersiv Journalism“