• 1. Oktober 2008 20:10
  • Off-Air, Sendung vom 04.10.2008

Verschwörungstheorie Datenkrake? Google erklärt seine Kommunikation mit Chrome


Ian Fette vom Chrome-Entwicklerteam bei Google hat in einem umfangreichen Artikel im Google-Weblog dargelegt, wie und zu welchem Zweck der Browser mit anderen Diensten im Internet kommuniziert und wie man dies einschränken kann: „Almost all such communication can be disabled within the options of the product itself.“ Damit reagiert es auf die umfangreiche Kritik von Usern, die jedoch von viel Halbwissen und Schwarz-Weiß-Denken geprägt ist. Eine treffende Bemerkung hierzu von Max Winde und Johnny Häusler auf Spreeblick: „Wer den Versuch wagt, das Geschäftsmodell, das Verhalten und die Produkte von Google jenseits von Verschwörungstheorien zu betrachten, gilt im besten Fall als naiver Dumm-Nutzer, der noch immer nicht erkannt hat, was Google wirklich ist: Die böse Datenkrake.“ (http://www.spreeblick.com/2008/09/04/wir-sind-bild-the-chrome-conspiracy/)
Die Entwickler verweisen beispielsweise auf das Feature, bei dem der Browser die Eingaben der Nutzer in das Suchfeld schon während des Tippens an den Suchdienstleister schickt – bei diesem muss es sich nicht um Google handeln, damit der schon vorher passende Vorschläge zu den Suchbegriffen anzeigen kann. Der Suchdienstleister kann diese Anfragen speichern. Google selbst speichere nach eigenen Angaben zwei Prozent dieser Suchanfragen und anonymisiere die dazugehörigen Logfiles innerhalb von 24 Stunden.
Dieses ab Installation aktivierte Feature kann der Nutzer deaktivieren, indem er Chrome in den „Inkognito-Modus“ schaltet. In diesem Fall würde Chrome nur Begriffe vorschlagen, die sich aus der bereits auf dem lokalen Rechner gespeicherten History ergeben. Der Nutzer kann das Feature in den Einstellungen des Browsers auch gezielt komplett deaktivieren.
Die ersten Beta-Versionen von Chromium (Open-Source-Basis) und Chrome kommunizierten mit Google, um auf Grundlage der verwendeten lokalisierten Version des Browsers auch die zur Sprache passenden Versionen von Google aufzurufen. Der Browser habe diese Informationen immer an Google geschickt und habe nicht deaktiviert werden können. „This was an oversight, and this information was never used to track users.“, heißt es in der Erklärung.
Spezielle Features von Chrome werden erklärt -z.B. Meldungen über eventuelle Abstürze sowie Nutzerstatistiken, Update-Checks, Tracking der Verbreitung.
Das Posting ist nachzulesen unter:
http://blog.chromium.org/2008/10/google-chrome-chromium-and-google.html