• 3. November 2012 18:11
  • Netzkultur, Sendung vom 03.11.2012

Utopie des geschlechtsneutralen Raums

Zwänge und Freiheiten der digitalen Geschlechtszuschreibung


> MP3-DOWNLOAD

Welches Geschlecht hat unser digitales Selbst? Lösen sich Geschlechts-Identitäten und Klischees im Netz gerade auf – oder verfestigen sie sich? Könnte das Netz der Ort sein, an dem eine „Post-Gender-Gesellschaft“ Wirklichkeit wird? Darüber sprechen wir mit Christian Heller, derzeit Fellow des Forschungsprojektes „Digitales Selbst“ am Frankfurter Goethe-Institut.

Manche Plattformen, wie etwa Facebook, zwingen uns gerade in das bipolare Mann-Frau-Schema – ohne eine solche Angabe können wir dort keinen Account haben. Doch an anderen Orten im Netz, berichtet Heller, haben sich die Geschlechtszuschreibungen aufgefächert.

Während der eine Teil des Netzes noch klassische Geschlechterbilder reproduziert, bastelt ein anderer schon an Neuen – beim sozialen Netzwerk Diaspora etwa wurde das Geschlecht zum offenen Textfeld erklärt.

Bild: Structure von enhues auf Flickr, CC-By