• 24. September 2009 11:09
  • Medienwandel, Off-Air

Umstrittenes Google Book Settlement – Vereinbarung wird überarbeitet


Im Streit um das Google Book Settlement zeichnet sich möglicherweise ein Kompromiss ab.
Wie ZDNet.de meldet, haben US-Verleger das zuständige Gericht gebeten, die für Anfang Oktober angesetzte Verhandlung um einen Monat zu verschieben. Sie wollen die Zeit nutzen, um ihre Vereinbarung mit Google zu überarbeiten. Damit gehen sie auf eine Forderung des US-Justizministeriums ein, das eine Neufassung des umstrittenen Buch-Deals fordert.
„Der derzeitige Entwurf des Google Book Settlement entspricht nicht den rechtlichen Standards, die das Gericht ansetzen muss“, heißt es in einem 32-seitigen Schriftsatz (PDF) des Department of Justice. „Das Gericht sollte den vorgeschlagenen Vergleich in seiner jetzigen Form ablehnen und beide Seiten ermutigen, ihre Verhandlungen fortzusetzen, um eine Übereinstimmung mit Urheberrechts- und Kartellgesetzen zu erreichen.“

Google signalisierte Gesprächsbereitschaft und ist mit einer Verschiebung der Verhandlung einverstanden. Die Open Book Alliance, eine Gruppe von Unternehmen und Organisationen die gegen das Google Book Settlement sind, hat ebenfalls positiv auf den Vorschlag der Verleger reagiert.
„Dies ist ein großer Erfolg für die vielen Personen und Verlage, die Bedenken gegen die Vereinbarung geäußert haben“, so die Open Book Alliance in einer Stellungnahme. „Es ist zudem ein gewaltiger Rückschlag für Google, das über Monate hinweg der Meinung war, dass das Abkommen nicht überarbeitet werden müsse.“