• 22. September 2009 15:09
  • Digitale Kultur, Off-Air

Transparenz, Vernetzung, Austausch – Mehr Druck von unten


Das a&b Festival ist ein dezentrales Event, das in der Zeit vom 18. bis 27. September läuft. Einzelne Veranstaltungen finden an verschiedenen Orten von Berlin bis Brooklyn, von München bis Montreal statt. Dabei werden inhaltliche Brücken nicht nur innerhalb des a&b Festivals geschlagen. Weltweit werden mehrere Tausend Teilnehmer erwartet.
Mit Verknüpfungen zu anderen Veranstaltungen sollen nachhaltige Vernetzungen zu geschaffen werden. Knotenpunkt bildet das in Berlin stattfindende a&b Camp. Am kommenden Wahlwochenende werden rund 400 Teilnehmer erwartet, um zu diskutieren, Projekte zu planen und sich zu vernetzen. Angelehnt an das Barcamp-Format sind alle Teilnehmer aktiv am Event beteiligt, die Vorträge („Sessions“) sind interaktiv und werden von den Teilnehmern inhaltlich selbst gestaltet. Im offenen „Barcamp“-Bereich organisieren die Teilnehmer völlig freie Sessions. Zusätzlich werden in eigens eingerichteten kuratierten Räumen zentrale Themen des a&b Festivals aufgegriffen und diskutiert: Coworking, DIY, OpenEverything, Politik und Art of Production of Art. Das Programm umfasst u.a. Ausstellungen, das a&b-PechaKucha, Live-Screenings, die a&b Party, Baustelworkshops, Live-Berichterstattung über die Wahlaktivitäten im Netz sowie eine Wahlparty.
Breitband berichtet aus Kreuzberg. Bei reboot-d, einer Initiative von Martin Lindner und Ulrike Reinhard, geht es beispielsweise darum, wie man die neuen Technologien und Praktiken in der Politik anwenden kann. In kleinen, schnellen, überschaubaren Pilotprojekten, die zu mehr „Demokratie von unten“ führen: zu mehr Transparenz, Vernetzung, Austausch, Engagement, Selbstorganisation. Idealer Weise nicht nur für Netzbewohner, sondern für ganz normale BürgerInnen. Von den Politikern, die kommen wollten, sei leider keiner erschienen, twittert Ulrike Reinhard.