• 14. Mai 2011 11:05
  • Netzmusik, Off-Air, Sendung vom 14.05.2011

Taken by – The Netzmusik!

Die Netzmusik vom 14.05.2011


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Die Netzmusik heute ist: Lena-frei und wir schenken uns auch jeden weiteren Hinweis auf den Eurovisions-Gesangswettbewerb am Abend. Haben wir im Netz nicht. Stattdessen: Was gibt’s in Googles Musikwolke? Google Music ist in einer Beta-Version in den USA am Start und wir schauen auf das, was wir von hier aus schon erfahren können.
Außerdem: Ein nachträglicher Blick auf die Konferenz Radiocamp in Hamburg und neue Musik-Anwendungen, die mit dem Innovationspreis ausgezeichnet wurden. Und wir verabschieden uns vom großartigen CC-Projekt „Learning music monthly“ aus L.A., das der Welt zum Abschluss noch eine wunderbare Compilation geschenkt hat.
Zu Beginn aber, in Anlehnung an die Breitband-Gespräche über Konzern-Giganten und ihre Fusions-Aktivitäten, haben wir Google- und Skypesongs. Achtung, bei Letzerem weiß man schnell nicht mehr, woher nun die Sounds kommen – ist es das Lied oder bombardiert einen jemand parallel mit Skype-Nachrichten? Ausgedacht hat sich das Ganze die japanische Künstlerin Sputniko. Sie fragt sich klug, was die Gesichter und die Stimmen, die wir über Skype empfangen, eigentlich für uns bdeuten. Und sie stellt fest: Es ist leichter, jemanden zu googlen, als ihn anzusprechen. Bitteschön:

http://www.sputniko.com/

Die Songs gibt´s auch hier:

http://www.sputniko.com/main/music

Nach all den Google- und sonstigen Großkonzern-Ausflügen dann ein Ausflug in die gute alte Creative-Commons-Welt und damit auf eine Musikzusammenstellung, die uns leider Tschüß sagt. Verabschieden müssen wir uns vom Musikprojekt „Learning Music Monthly“ aus Kalifornien und können aber immerhin in 37 Tracks nochmal nachhören, was da in vier Jahren an guter Musik entstanden ist.
Was war Learning Music? Ein Ableger des Creative-Commons-zugeneigten Album Vosotros Records, mit einer hübschen Geschichte im Hintergrund: Vor vier Jahren trafen sich Label-Mitarbeiter John Gillilan und der Musiker und Produzent John Wood. Gillian und Wood sprachen über eine Albumveröffentlichung, Wood schlug bald darauf vor, jeden Monat eines rauszubringen. Jeden Monat ein Album! Plus Live-Konzerte in Form von Clubabenden mit diversen Musikern. Und so war die Idee geboren, „Learning Music Monthly“ sollte das Projekt heißen. Immer eine neue Platte, digital oder als physischen Tonträger per Abo im Postfach, immer mit neuem Artwork – und irgendwann dann nicht mehr ganz für umsonst, sondern mit der Bitte um einen, vom Kunden selbst gewählten, Spendenbetrag. Knapp 500 Songs später ist das Learning Music-Projekt zu Ende. Wir dürfen nochmal bei den schönsten Momenten dabei sein. Mindestens. Das Abschieds-Best-of mit dem schönen Titel „…an end like this“ gibt es hier:

http://freemusicarchive.org/music/Learning_Music/An_End_Like_This/

Nachtrag: Den ersten Cloud-Music-Service gab es schon vor über einem Jahr unabhängig von Amazon und Google, und zwar von Mark Shuttleworth/Canonical mit Ubuntu One. Damit kann man Musik in die Cloud laden, aufs Android-Handy streamen und kaufen, und außerdem auch sonstige Dateien und Kontakte in der Cloud ablegen. Danke an John für den Hinweis!