• 21. Dezember 2013 14:12
  • Netzkultur, Sendung vom 21.12.2013

Summ summ – Abmahnung!

Honeypots als digitale Lockvögel


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Der Blick in den Briefkasten kann dieser Tage böse überrascht werden: Rund zehntausend Abmahnungen sind in den vergangenen zwei Wochen von der Regensburger Kanzlei Urmann & Collegen verschickt worden. Der Vorwurf: illegales Streamen von Pornos, zum Beispiel  auf den Seiten des amerikanischen Pornodienstes Redtube.com. Bekommen haben sie verwunderte Internetnutzer, die sich nun fragen, woher die Anwälte ihre Adressen haben – und was genau sie eigentlich verbrochen haben.

Des Rätsels Lösung: Honeypots. Im Redtube-Fall bestehen die Fallen aus Fake-Webseiten, die einen Buchstabendreher oder Tippfehler des Users mit Abmahnungen strafen. Doch eigentlich exisitieren Honeypots nicht aus böswilligen Gründen: Die digitalen Lockvögel werden ursprünglich als Server oder Programme in der IT-Sicherheit eingesetzt, zum Beispiel um zu verfolgen, wie sich Würmer und Trojaner verhalten, wenn sie ein System angreifen.

Christian Schiffer hat sich das Summen dieses Honigtopfes angehört.

Foto: „Sweet, sweet honey“ von Peter Shanks, CC BY 2.0