• 10. Dezember 2009 19:12
  • Besprechung, Netzökonomie, Sendung vom 12.12.2009

Springer macht ernst


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Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, hatte es schon lange angekündigt: das Ende der Kostenloskultur im Internet. Nun ist der nächste Schritt vollzogen: für das iPhone gibt es kostenpflichtige Programme, sogenannte Apps, für „Die Welt“ und die „BILD-Zeitung“ mit denen die Inhalte der Zeitungen auf dem Smartphone gelesen werden können.
DIE WELT suggeriert in ihrer Überschrift, die Menschheit habe genau darauf gewartet. Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer Public Affairs bei Axel Springer verteidigte bereits im November in Breitband diese Strategie. Mathias Döpfner bezeichnete bei der Vorstellung der Programme deren Einführung als Experiment das auch scheitern könnte. Die New York Times hat vor kurzem das paid content Modell für ihr Archiv eingestellt. Vielleicht lag es daran, dass die Zeit noch nicht reif dafür war. Vielleicht hat die Menschheit aber doch nicht darauf gewartet. Es bleibt abzuwarten, ob sich das Modell durchsetzt.
Was die Anwendungen wirklich taugen, erzählt Markus Heidmeier diese Woche in Breitband. Außerdem geht es um das iPhone. Apples schickes Telefon hat den Mobiltelefonmarkt seit seinem erscheinen im Juni 2007 kräftig aufgemischt. Seitdem geht nichts mehr ohne touchscreen, vom Nutzer herunterladbare Anwendungen und einen entsprechenden Appstore. Auf dem Telefonmarkt ein riesiger Fortschritt, wirtschaftlich ein gewaltiges Geschäft und für die Konkurrenz nach wie vor das Maß aller Dinge.
Bild: Axel Springer Verlag