• 17. April 2010 14:04
  • Besprechung, Sendung vom 17.04.2010

Soziale Netzwerke als Revolutionshelfer

Wie sinnvoll sind Twitter und Co im Kampf um die Freiheit?


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Was die Besucher der re:publica vereint, ist, dass alle das Internet als selbsverständlichen Lebensraum ansehen. Die Netzbewohner sind aber auch realistischer geworden: Der große Hype des Web 2.0 ist längst vorbei. Dennoch gilt das Internet bei vielen Nutzern als ein Medium der Emanzipation und des Umsturzes. Als ein Werkzeug, dem man nachsagt, es könne sogar autoritäre Regime ins Wanken bringen.

Der Weißrusse Evgeny Morozow von der Georgetown University in Washington D.C. hat daran jedoch seine Zweifel. Er weist darauf hin, dass Soziale Netzwerke es autoritären Regimes ungewollt leichter machen, Erkenntnisse über Aktivisten und deren Netzwerke zu gewinnen. „Selbst eine kleine Sicherheitslücke in den Einstellungen eines einzigen Facebook-Profils kann die Sicherheit vieler anderer Nutzer gefährden.„, schrieb Morozov kürzlich in der FAZ.

In seinem re:publica-Vortrag ging er ebenfalls der Frage nach, inwiefern mit Sozialen Netzwerken Revolutionen ausgelöst oder unterstützt werden können. Vera Linß hat sich mit Morozov unterhalten.

Foto: Christian Grasse