• 4. Mai 2009 10:05
  • Sendung vom 09.05.2009, Sendungsüberblick

SixthSense – die Zukunft der Mensch-Maschine-Interaktion?


Das herkömmliche Navigieren am Comuter sieht trostlos aus: Man schiebt kleine Rollwägelchen herum, um Symbole auf einer zweidimensionalen Fläche aufzurufen. Dann kam das iPhone und mit ihm der Siegeszug des Touchscreens. Doch auch dieses blieb zweidimensional und scheiterte zuweilen an fettigen Fingern.
In der Forschung ist die nächste Generation der Interfaces schon angekommen. Die Fluid Interfaces Group an Amerikas innovativsten Hightech-Labor, dem MIT Media Lab, hat SixthSense entwickelt – ein  „wearable gestural interface“.  Es ist ein mobiles System bestehend aus Kamera, Spiegel, einer Art Handy und einem Projektor. Mit dem System wird die Umgebung erfasst, verarbeitet und gewünschte Informationen können auf beliebige Oberflächen projiziert werden. Die verwendeten Teile kosten circa 350 Dollar – vergleichbar mit einem Smartphone.
Die Dimensionen des Projektes werden in einer beeindruckenden Präsentation auf der diesjährigen TED Konferenz deutlich:   
  Die hier gezeigten Anwendungen des Projektes erinnern an Steven Spielbergs „Minority Report“. Für den Film hat der Designer Dale Herigstad Computer mit einer intuitiven Gesten-Steuerung entworfen und adaptiert diesen Ansatz nun für Industrie und Forschung. Hierfür sollen beispielsweise Zeichen für Suchanfragen mittels Gebärdensprache eingegeben werden. Eine Kamera registriert die Gesten und übersetzt sie in Buchstaben.
Doch es geht auch ohne Kamera: Amerikanische Forscher entwickelten einen sensorbestückten Touchscreen namens ThinSight, bei dem eine Infrarotlichtquelle  auf die gestikulierenden Finger vor dem Display trifft und reflektiert wird.
Aber warum die Nutzung der Dreidimensionalität nur auf die Hände beschränken? Die Gamekonsole Wii von Nintendo hat es vorgemacht – ganzer Körpereinsatz ist gefragt. Ein 3D-Ganzkörper-Geruchs- und Geschmacksgestgesteuertes Interaktionsinstrument eröffnet völlig neue Möglichkeiten!