• 30. Oktober 2015 16:10
  • Netzmusik, Sendung vom 31.10.2015
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Schaurig schöne Töne

Die Netzmusik mit einem Halloween-Special


Die heutige Sendung am Vorabend vor Allerheiligen, All Hallow’s Eve, gibt uns die Gelegenheit, musikalisch Schauder und Schrecken zu verbreiten.

Beginnen wir mit der Französin Enlia, die im Song „Witches love candy“ ein fröhliches Halloween wünscht – aber Vorsicht! Verrät der Titel doch zugleich: Auch Hexen mögen Süßes. Und zu denen zählt sich Enlia offenbar. In all ihren sozialen Profilen lässt sie wissen, dass sie bevorzugt kleine Kinder verspeist. Das müssen wir ernst nehmen, und: Heißt das nicht auch, dass uns hier zwar süße, aber vergiftete Kost gereicht wird?

Ebenfalls aus Frankreich, genauer: Rennes, stammt Beatbastler Keedbahn. In „Little Halloween People“ erinnert er sich daran, dass es als Kind größere Ängste geben kann als jene vor einer ausgedachten Schattenwelt: z. B. solche, die durch sozialen Druck oder die Erwartungshaltungen von Eltern entstehen.

Es folgt Musik, die zum heutigen Abend wie das Messer ins Auge passt: die russisch-deutsche Band Messer Chups mit ihrem von jammernden Thereminen und anderen Gruselschocker-Soundbits durchsetzten Surfpunk, hier am Beispiel von „Intro Monstro Crescendo“.

Lixian Hantover hingegen zeigt, dass auch Beziehungen furchteinflößend sein können, wenn sich die Liebe anfühlt als säßest du in einem „Haunted House“ und sich das geliebte Gegenüber in einen gefühllosen Untoten verwandelt.

Freunde der Nintendo-Synthesizer-Emulation DS-10 haben vor Jahren eine Compilation zusammengestellt, in der sie ein solches Geisterhaus musikalisch nachbauten. Mit Anthony Seeha betreten wir dessen „Entrance Hall“. Eiernde Synthklänge, die einen aus dem Gleichgewicht bringen wollen, da kann es doch nicht mit rechten Dingen zugehen…

Zum Schluss noch lebenspraktische Tipps von Joanna Sandsmark. Sollten Euch heute abend feiernde Monstren begegnen, wisst Ihr nach „When Monsters Want to Dance“, was zu tun ist. (In die Nase beißen!)

Playlist:

 

Kuratiert von Roland Graffé.

 

Foto: flickr cc by saPaul Walker

 

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