Safe Harbor, #twitterRIP und Unterstützung für Assange


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Max Schrems hatte im Oktober Safe Harbour mit einem Sieg vor dem europäischen Gerichtshof zu Fall gebracht. Die EU bereitet bereits eine neue Abmachung vor. Dieses bisher „Privacy Shield“ genannte Unterfangen soll wie zuvor schon Safe Harbor den Datenaustausch zwischen Bürgern und Unternehmen in der EU mit solchen aus den USA regeln. Doch noch sind kaum konkrete Abmachungen bekannt und noch ist dieser Privacy Shield auch kaum mehr als ein paar Aussagen unter Diplomaten und Politikern. Es gibt zwar eine erste Zusammenfassung. Bindend ist die jedoch nicht. Über den neuen Vorstoß Privacy Shield sprach Jan Rähm mit dem Juristen. Das ganze Interview kann hier gehört werden.

Assange bald frei?

Am Donnerstag wurde bekannt, dass eine Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen zu willkürlichen Inhaftierungen den Aufenthalt von Wikileaks-Gründer Julian Assange geprüft hat. Ihr Urteil: Die „Festsetzung“ in der ecuadorianischen Botschaft in London sei „willkürlich“. Außerdem habe er einen Anspruch auf Entschädigung. Assange hatte bereits Donnerstag via Twitter bekannt gegeben, dass er bei einer negativen Beurteilung sich sofort der Polizei stellen werde. Das Urteil zu seinen Gunsten freut ihn nun umso mehr. Großbritannien und Schweden müssten nun das Urteil umsetzen, sagte Assange gestern via Skype auf einer Pressekonferenz. Die beiden angesprochenen Länder weisen das Urteil aber zurück und wollen es juristisch anfechten.

#TwitterRIP

Social Media selbst wird der Aufreger werden. Wie heute bekannt wurde, wird Twitter wohl ab kommender Woche die „algorithmische Timeline“ einführen das meldete BuzzFeed heute Nacht. Das bedeutet, dass die Tweets – also die Meldungen in der Twitter-Timeline – nicht mehr der Reihe nach gezeigt werden, wie sie veröffentlicht wurden. Das wäre die chronologische Timeline. Twitter will viel mehr von Kollege Computer berechnen lassen, was dem User am Besten gefallen mag. Das wird dann angezeigt. So ähnlich wie bei Facebook heute. Vielen Twitterern gefällt das gar nicht und es wird schon heftig lamentiert und dem Kurznachrichtendienst mit dem Hashtag #twitterRIP eine ruhige, aber aus Unternehmenssicht keine positive Zukunft vorhergesagt.

Bild: Hall’s Harbour, Low Tide von Fil.Al auf Flickr CC BY

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