• 3. März 2012 17:03
  • Besprechung, Sendung vom 03.03.2012

Russland-Wahlen und das Netz

Netzbasierte Proteste gegen Putin


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Am vierten März wählte Russland seinen Präsidenten. Mobil machten für diesen Anlass besonders die Putin-Gegner. Bei der Organisierung der Proteste spielte das Internet eine zentrale Rolle, dabei wurde und wird es aber nicht nur von Oppositionellen eingesetzt. Auch Putintreue Wähler nutzen die im Netz existierenden Technologien, um Stimmung zu machen. Offiziell finanzierte Online-Attacken gegen kritische Blogger und soziale Netzwerke sind dabei keine Seltenheit mehr, berichtet uns der Journalist Roman Schell.

Für die Wahlen will Russland nun den Vorwurf von Wahltäuschungen bereits im Vornherein den Wind aus den Segeln nehmen. Auch dabei soll das Netz helfen. Die Wahlvorgänge sollen sogar live im Internet mitzuverfolgen sein, über 95.000 Wahllokale sollen mit Webcams ausgestattet worden sein.

Das beruhigt die Oppositionellen in Russland aber nicht. Der Journalist Roman Schell begleitet die Präsidentschaftswahlen in Moskau und erklärt, welche Rolle das Netz im Wahlkampf für und gegen Putin spielt.

Über diesen Putin-Protestsong und anderen netzbasierten Aktionen der Putin-Gegner berichtet Roman Schell im Breitband-Interview.

Auch die Wissenschaft beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen Netzöffentlichkeit und Politik in Russland. Das Berkman Center for Internet and Society hat eine Studie mit dem Titel „Exploring Russian Cyberspace: Digitally-Mediated Collective Action and the Networked Public Sphere“ veröffentlicht.

This paper summarizes the major findings of three-year research project to investigate the Internet’s impact on Russian politics, media and society.