• 2. August 2014 13:08
  • Netzmusik, Sendung vom 02.08.2014

Remix ‚til you drop

Die Netzmusik vom 02.08.2014


Wie jeden Samstag, stellen wir auch heute wieder freie Musik aus dem Netz vor – dieses Mal zusammen gestellt von Christian Grasse. Freie Musik – das muss nicht immer kostenlos bedeuten. Aber in jedem Fall frei in dem Sinne, dass man mit der Musik mehr machen darf als sie nur zu hören. Kopieren und Remixen zum Beispiel. Genau das erlaubt Delta Will, ein Indiepop-Quartett aus Toronto. „All It Glows heißt die aktuelle EP der Band – und der Opener des Minialbums.

Weiter geht’s mit „Louise vom TV Girl aus Los Angeles. Interessanterweise handelt es sich dabei weder um Mädchen, noch um Fernseh-affine Musiker. Brad Petering, Jason Wyman, Wyatt Harmon sind TV Girl. „French Exit“ heißt das Debut-Album der drei Amerikaner und das wird von der Band wie folgt beschrieben: „12 Songs über verlorene Lust und zu viel Liebe.“ Musikalisch verpackt wird das Ganze in einer Mischung aus Hip Hop, Indie- und Elektro-Pop. French Exit gibt’s als Download zum Pay What You Want Preis, d.h. jeder darf selbst entscheiden was der Download des Albums kosten soll. Und für Fans der analogen Medien gibt’s Ganze auch als Schallplatte.

Synthie-Elektro-Pop in türkischer Co-Produktion. Das klingt außergewöhnlich bzw. ungewohnt, ist aber genau das, was Görkem Han Jr. und Mind Shifter gemacht haben. Der türkische DJ und Songwriter Görkem Han Jr. hat in Ankara den Track „Ocean“ produziert und der in Istanbul lebende Remix-Künstler Mind Shifter hat den Song musikalisch transformiert. Original und Remix sind jeweils als gratis Download-Single bei dem Netlabel Bad Panda Records erschienen.

Americana, Bluegrass und Rock’n’Roll. Das sind die musikalischen Schubladen, in denen sich die Wild Hands gerne einsortiert sehen. Seit zwei Jahren machen die fünf Freunde zusammen Musik. Nach einer EP und zwei Singles ist in diesem Sommer das Debut-Album erschienen. „Oh, River“ heißt es. Wir hören eines der 10 Stücke daraus: „Dirty Kids“.

N.C.S. Drei Buchstaben, die für ein ziemlich radikales Label aus Manchester stehen. No Copyright Sounds. „Sounds which can be freely used in any shape or form“ steht in der Selbstbeschreibung des Labels. Die Musik darf also frei verwendet werden, sogar für kommerzielle Zwecke. Explizit adressieren die Macher damit Youtuber und Medien-Produzenten. „Alles was wir als Gegenleistung erwarten, ist die Namensnennung und ein Link zur Webseite der Veröffentlichung“. Musikalisch konzentriert sich das Label auf House, Drum’n’Bass und andere elektronische Spielarten. Mit dabei ist auch der Irische Künstler The Eden Project. In seiner Musik tummeln sich Rock, Elektro und Dub Step Klänge. „Chasing Ghosts“ heißt eines seiner jüngsten Stücke.

Gestartet sind wir in die Sendung mit Delta Will, und mit den vier Kanadiern verabschieden wir uns auch. Das Indiepop-Quartett ist übrigens ziemlich kreativ was die musikalische Selbstbeschreibung angeht. Von „outer space rock folktronica“ ist beispielsweise die Rede. Aus ihrer aktuellen Download-EP hören wir zum Abschied den Song „While We’re Here (It Won’t Last)“.

Foto: „Amos Lee PopTech Remix by Anport“ von kris krüg, CC BY-SA 2.0