• 21. Januar 2012 14:01
  • Netzpolitik, Sendung vom 21.01.2012, Topic

Privatgelände oder Gemeingut?

Unternehmen prägen die Netz-Interaktion. Müssen wir gegensteuern?


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Viele „öffentliche“ Räume im Netz gehören Unternehmen. Dort entscheiden CEOs und Programmierer, wie kommuniziert und interagiert wird. Die Plattformen, denen gern demokratisierendes Potenzial zugeschrieben wird, werden selbst alles andere als demokratisch geführt.

Facebook, Google oder Apple: Je unverzichtbarer die Produkte solcher Unternehmen für unsere Gesellschaft werden, desto mehr stellt sich die Frage: Können wir zulassen, dass das Netz die Summe digitaler Privatgelände mit selbst verfassten Regeln und stacheligen Zäunen wird? Wie können wir gegensteuern und das Netz als Gemeingut zurück erobern? Ist das überhaupt möglich und sinnvoll?

Thomas Reintjes wirft einen Blick in die Gated Communities der Netzriesen. Über die Privatisierung von Kommunikation, das Netz als öffentliches Gut und die Auswirkung privatwirtschaftlicher Oligopole auf Kommunikation sprechen wir mit Künstler und Medienforscher Konrad Becker, Gründer des Instituts für neue Kulturtechnologien.

Apple hat den öffentlichen Bereich der Bildung für sich entdeckt. Das Unternehmen will den Schulbuchmarkt umkrempeln. Tarik Ahmia hat sich angesehen, wie das iPad zum zentralen Lernwerkzeug an Schulen und Universitäten werden soll.

Foto: Private Property Protest von Orin Zebest auf Flickr, CC-by