• 3. November 2009 17:11
  • Netzökonomie, Off-Air, Sendung vom 07.11.2009

Open Source für den mächtigsten Mann der Welt


Das Weiße Haus hat eine neue Webseite – also von außen hat sie sich seit dem Beginn der Präsidentschaft Barack Obamas im Januar 2009 nicht wirklich doll verändert, neu ist aber das Content Management System (CMS). Das allein wäre natürlich noch keine Meldung wert. Doch das bislang verwendete, proprietäre System wurde zu Gunsten des Open Source Systems „Drupal“ rausgeschmissen. 
Bereits kurz nach der Amtseinführung von Obama hatte die Seite einen relaunch erfahren. Die alte, etwas verstaubte Seite der Bush-Regierung wurde durch eine neue, zeitgemäßere Seite ersetzt, die optisch stark an die im Wahlkampf verwendeten Seiten obama.com und change.gov (wird nicht mehr gepflegt, da sie für den Übergang zwischen der Wahl Obamas und seiner Amtseinführung konzipiert wurde) erinnert.
„Für die Open Source Gemeinde ist das ein großer Erfolg“, schreibt der Autor und Publizist Tim O’Reilly auf seiner Seite. Die Tatsache, dass das Weiße Haus die Open Source Software nutze sei ein weiterer Beleg dafür, dass Open Source genauso sicher, genauso gut und genauso zuverlässig und stabil sein könne, wie proprietäre Systeme.
Mit dem Wechsel zu Drupal lege das Weiße Haus Wert darauf, von den zukünftigen Weiterentwicklungen durch die Open Source Gemeinde zu profitieren.
/nis