• 2. April 2011 13:04
  • Besprechung, Formate, Netzökonomie, Sendung vom 02.04.2011

+ noch eins von Google

Googles "+1" macht Facebooks "Mag ich" Konkurrenz


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Diese Woche hat Google in seinen Firmenblogs einen neuen Service angekündigt, der sich Google PlusOne nennt und sich stark an dem berühmten „Gefällt mir“-Button von Facebook anlehnt. Künftig werden wir wohl viele +1-Knöpfe auf Webseiten sehen, um auch via Google mitzuteilen, dass uns etwas gefällt – Suchergebnisse und Anzeigen inklusive. Das ist aber mehr als nur ein neues, buntes Feature von Google, sondern strategisch von ungeheurer Bedeutung. Darüber sprechen wir mit unserem Kollegen Jörg Schieb.

Google will mit seiner neuen Funktion vor allem die Suchtreffer aufwerten. Wenn man nach etwas sucht, soll man sehen können, ob andere dieses Angebot bereits gut finden. Die Suchergebnisse sollen so noch etwas persönlicher werden, mehr hin zur „sozialen Suche“. Die Abstimmung wird mittelfristig wohl auch die Relevanz und die Reihenfolge der Suchtreffer verändern, aber ob das sinnvoll ist, wird diskutiert. Denn populäre Webseiten können mühelos Zustimmung generieren, ohne dass das über die Qualität etwas aussagen muss.

Was hat Google von dem neuen Dienst? Google erhält Infos frei Haus, was die Menschen mögen. Das schärft das Profil der User und erlaubt noch präzisere Werbung. Google kann von den neuen Gut-Finde-Klicks nur profitieren: Auf Ergebnisse und Anzeigen, neben denen der Name eines Bekannten steht, werden Nutzer eher klicken als auf andere. Letztlich stellt der neue Dienst aber auch den Versuch da, Facebook und seinem „Mag ich“-Button im wachsenden „Netz der Empfehlungen“ Paroli zu bieten.