• 25. Februar 2012 14:02
  • Netzmusik, Sendung vom 25.02.2012

Norwegischer Bauerntänze, polnische Postdisco, japanischer Mashup

Die Netzmusik vom 25.02.2012


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In der Netzmusik bringt Moritz Metz diesmal fast nur Stücke, deren Text oder Ursprungswebsite wir hierzulande normalerweise nicht verstehen. Außerdem Thema: „The Sky is rising“. US-Blogger Michael Masnick vom Weblog Techndirt will herausgefunden haben, dass die Umsätze der Musikindustrie massiv steigen und es ihr nicht um Rettung vor der Insolvenz sondern um Profitmaximierung gehen kann. Unser Autor Hendrik Moltke hat mit Mike Massnick gesprochen – hier eine Infografik.

Playlist

1) Shenandoah and the Night – So Low So High
Band aus Brooklyn mit neuem Titel auf Bad Panda Records.
Soundcloud / Label: Bad Panda Records

2) Edvard Grieg – Prillar from the churchplay Os (Tune for the Goat-horn) / Földes, Andor
Nicht mehr unter das potenzielle Reglement von ACTA fallen die „Norwegische Bauerntänze Op. 72“ von Edvard Grieg – die wurden nämlich Anfang des 20 Jahrhunderts komponiert. Eingespielt hat diese Aufnahmen der Pianist Andor Földes vor über 60 Jahren – weshalb man diese und ähnliche Aufnahmen gratis herunterladen kann auf den Seiten der finnischen Nationalbibliothek – natürlich in der Kategorie: Vapaasti kuunneltavat äänitteet“, was steht für „Frei in den Aufnahmen abgefangen“

3) Towary Zastepcze – Spac
Piotr Czerski, der Autor des Netzkinder-Textes, der die Tage im Netz gelobt wird, der hat auch eine Band, Towary Zastępcze („Umtauschware“). Ihren düster angejazzten Postrock beschreibt die Band als „depressiven Electroreggae“. Wir hören ein Stück des erstens Albums „Ciche dni“ („Stille Tage“) – dieses gibts im Netz, ohne dass man, wie für die aktuellere Platte, erstmal ein polnischsprachiges Rätsel lösen muss. Obwohl, diese Platte liegt auch auf Jamendo.

4) Languid – Chidori
Auf dem US-Netzlabel „Grappa Frisbee Records“ hat Languid aus Ipswich, UK seine Platte „Languid loves Japan“ herausgebracht, das Stück „Chidori“ hat er aber vergessen dazuzulegen – und deshalb auf Soundcloud gepostet. Achtung: die Übersteuerung scheint gewollt.

5) Hannes Smith – Warnemünde
Hannes Smith hat eine klassische Musikausbildung, macht aber jetzt in Sachen „Cinematic Dance Music“. Der Berliner hat gerade seine neue Platte „Herzsprung EP“ veröffentlicht. In den vier schichtartigen, oganischen, 8-Minuten-Technostücken wird klar: Hannes Smith beherrscht die Kunst der schichtartig aufgebauten, organischen Techno-Loops aber verwendet dafür offenbar viele analoge Geräusche. Die EP verkauft er für 6 Euro, verschenkt sie aber auch in etwas niedrigere MP3-Qualität auf der dazugehörigen Seite.

6) Hannes Smith – Mimi