• 8. Oktober 2016 13:10
  • Netzmusik, Sendung vom 08.10.2016

Bittersüßer Pop und bunte Copyleft-Aktivisten

DIe Netzmusik vom 08.10.2016


Los geht’s mit einem australischen Meister des Do-It-Yourself-Indiepop. Calum Newton aus Melbourne schlüpft als Candy in die Rolle des Songschreibers, Musikers und Produzenten und ist dabei sehr produktiv. Im September erschien mit „Wating For U“ bereits sein zweites Album in diesem Jahr. Daraus hören wir „Can’t pretend“.

Vier lange Jahre tat sich nichts bei der britischen Chic-Pop-Band Candy Says. Ende Oktober kommt ein neues Album. „Burn Burn Burn“ liefert den Soundtrack zu dem gleichnamigen Film. Ein Road Movie, indem zwei junge Frauen die Asche eines verstorbenen Freundes verteilen. Ihr Song „Not Kings“ ist auch dabei.

EdisonBox ist ein italienischen Indielabel, das ausschließlich im Netz agiert und sich zum Ziel gesetzt hat, freie Musik zu verbreiten. Explizit gegen der Ansicht, dass Musik ein Produkt ist. „Not following the market principles“, nicht den Prinzipien des Marktes folgen, lautet die Devise der Macher. Die Download-Compilation „EdisonBox sampler II“ gibt einen musikalischen Überblick über das bisherige Schaffen. Wir hören Indianizer mit „Pele-Aumakua“.

„No Future“, keine Zukunft, so lautet der Slogan der englischen Punk-Bewegung und die neue EP von James Linck. Ob der Amerikaner sich am Punk abarbeitet, darf bezweifelt werden. Auf jeden Fall nicht musikalisch. Mit seiner Mischung aus R&B, Electro und Pop adressiert er die Millenials, schreibt er im Netz.

Hinter dem kuriosen Namen Traffic Bear steckt ein Indierock Quartett aus Kalifornien. Viel mehr gibt die Gruppe nicht preis. Bei einem Blick auf den Titel ihres kürzlich erschienenen Debutalbums, könnte man denken, die Band besingt darauf ihr Ende. „The Death of Traffic Bear“ heißt es. Wir hören „Space Shuffle“.

Zum Schluss geht’s nochmal um die Copy-Left Aktivisten von EdinsonBox. Die italienischen Labelbetreiber haben mit ihrem „EdisonBox sampler II“ eine freie und bunte musikalische Sammlung im Netz veröffentlicht, die von Rock bis Elektro reicht. Letzteres trifft auf Quai du Noise aus Bologna zu. Wir hören ihren Song „Wandering Gliders“.

Playlist:

Candy – Can’t Pretend (CC BY)

Candy Says – Not Kings (CC BY-SA)

Indianizer – Pele-Aumakua (CC BY-NC-SA)

James Linck – No Future (CC BY-NC)

Traffic Bear – Space Shuffle (CC BY)

Quai du Noise – Wandering Gliders (CC BY-NC-SA)
Zusammengestellt von Christian Conradi.

Foto von Steven Depolo, CC BY 2.0