• 10. Januar 2015 14:01
  • Netzmusik, Sendung vom 10.01.2015

Psychedelik & Gitarrenwände

Die Netzmusik am 10. Januar 2015


Neue Netzmusik hat diese Woche von Roland Graffé dabei:

Shane La Porte aus Austin nennt sich Red Label Catharsis und macht so eine Art psychedelischen Düstercountry. Letztens hat er sein bisheriges Schaffen als Discography zusammengepackt und auf Bandcamp hochgehauen. Wir spielen daraus „Friend in Hell“, das eiernde Banjos, jaulende Gitarren und hallige Mundharmonikas bietet.

Gar als „psychedelischen Philosophen“ bezeichet sich HipHopper Trippy McKenna alias CJTopOff aus Dallas – seine Weisheiten finden sich auf dem entsprechend betitelten Album Psychodelia und sie sind dieser philosophischen Schule entsprechend auch ganz traditionell gespeist: „I hang out with hippies, nerds and thugs / the one thing we got in common / we all do drugs“ beginnt er sein Stück „Black Boy Alien“.

Wir wissen nichts über SkySonik, es gibt lediglich eine Seite mit Profilfoto ohne jeden weiteren Text bei Jamendo, wo wir zugleich ein Album finden, das zumindest dem Titel nach lediglich ein „Erster Test“ sein soll. Offenbar war er schonmal „In Berlin“ oder vielleicht würde er auch nur mal gerne da hin, jedenfalls heißt das vorgestellte, schön reduzierte Instrumentalstück so.

Das Kassettenlabel Midwest Collective gibt regelmäßig Compilations heraus. Von der letzten, fünften stammt der nächste Track, der Produzenten tuuwa und peazy86. Passend zum Portfolio des Labels gibts in „Cyber Girls“ funkige Retrosounds mit 80er-Synthies und Slapbass.

Zum Abschluss kommen dann noch zwei Stücke, die recht ähnlich, nach Art des sogenannten Shoegazing lärmen und in typischer Manier ihre Gitarrenwände hochziehen: einmal „Miscommunication“ der Band Mentalease aus Columbus, Ohio und „She doesn’t Feel The Sun“ des brasilianischen Quartetts duelectrum.

Playlist:

 

Foto: „Neon Descent“ von Ken, CC BY 2.0