• 26. September 2009 22:09
  • Netzmusik, Sendung vom 03.10.2009

Netzmusik – Movie Ruiners ein Sampler mit Film-Soundtrack-Cover-Versionen


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Ego Twister Movie Ruiners
http://www.egotwister.com/wordpress/?p=605
 mit Vivian Perkovic und Film-Zerstörern, also Movie Ruiners. Einer Compilation mit Film-Soundtrack-Cover-Versionen. Von Ennio-Morricone-Western-Musik bis zum Titel-Track des Hip-Hop-Films „8 Mile“, in dem der Rapper Eminem die Hauptrolle spielt, ist alles an Soundtracks dabei.
Irgendwo dazwischen auch ein Abgesang auf einen Traum, Requiem for a dream, ein phantastischer Film mit Musik vom Kronos Quartett, ein Quartett, dass einem mit seinen Streichern das Herz zersägt. Für die Movie-Ruiners-Compilation hat Glafouk das ganze in fiepsende 8-Bit-Musik übertragen.
Garfouk – Requiem for a dream
Movie Ruiners. Einer Compilation mit Film-Soundtrack-Cover-Versionen.
Zu dieser Art von Vandalismus hat das Netlabel Ego Twister Records aufgerufen: 33 Künstler sollten ihren Lieblings-Soundtrack covern. Also selbst nachspielen, und nicht die Original-Musik verarbeiten.
Das kann zum einen sicher kreative Gründe gehabt haben und rechtliche hatte es auch, denn nur selbst nachgespielt können diese Lieder auch im Netz frei verteilt werden.
Vernon Lenoir – My Name Is Nobody
Vernon Lenoir
In der Netzmusik interessiert uns ja immer, warum manche Künstler und Internet-Plattenfirmen ihre Musik umsonst im Netz verteilen. Dafür gibt es die Creative-Commons-Lizenzen, mit denen Künstler entscheiden können, welche Nutzungsrechte sie den Usern einräumen. Also, ob sie die Musik nur anhören, oder sogar verändern dürfen und so weiter.
 Und heute reden wir darüber mit Vernon Lenoir, der heißt bürgerlich Denis Kundic, ist 32, seine Eltern kommen aus Bosnien, er lebt in Stuttgart. Und macht im weitesten Sinn elektronische Musik.

 IV Vernon Lenoir

Vielen Dank, Denis Kundic. Und erstmal hören wir jetzt eines von diesen Stücken, in denen Vernon Lenoir Balkan-Beats mit Elektro kombiniert. Belgrad heißt das Stück.
Musik Vernon Lenoir – Belgrad
mit Vivian Perkovic und dem Musik-Blog Catching The Waves. Der wird, so steht es im Blog selbst, gemacht, von Zitat, einem Idioten, der Musik empfiehlt, die er mag. Und der hofft, dass Creative Commons lizenzierte Musik das best-gehütetste Geheimnis der Welt ist, das allerdings verdient, nicht mehr geheim zu sein.
Einen Künstler, den der Catching The Waves Macher vorstellt, ist Professor Kliq.
Professor Kliq ist 22 Jahre alt, studiert an der Columbia in Chicago Audio Produktion und Design, und arbeitet nebenbei 30 Stunden die Woche an einer Tank-Stelle. Und den Rest seiner freien Zeit verbringt Professor Kliq an seinem Tasten-Instrument, dem Computer. Und da macht er Songs wie folgenden, Advice.

Musik Professor Kliq – My Advice

Gefunden habe ich diese Musik auf dem Blog Catching The Waves, das aussschliesslich Musik mit Creative-Commons-Lizenz vorstellt, Tracks zum Anspielen raussucht und verlinkt und ganz aufmerksam und geschmeidig zu lesen kommentiert. Musikalisch hat Catching The Waves eine kleine Tendenz zu Musik mit gebrochenen Beats, aber ist ansonsten nicht festgelegt.
Man findet also auch Country- und Americana-Songs in den Empfehlungen von Catching The Waves. Die Band Paper Navy ist ein Quartett aus der Country-Hauptstadt Nashville.

Paper Navy – Swan Song

Grafik: La Roll