• 17. Oktober 2015 13:10
  • Netzmusik, Sendung vom 17.10.2015
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Kassetten-Pop und Post-Internet-Klänge

Die Netzmusik vom 17. Oktober 2015


Die Breitband-Netzmusik von Christian Grasse beschäftigt sich diesmal mit kanadischem Kassetten-Pop, spielt argentinische Post-Internet-Klänge und politische Cello-Popsongs – außerdem gibt’s Musik von einem Kölner Indiepop-Quartett und einem Elektronika-Duo aus Norditalien.

Los geht’s mit “Timer”, ein Song der Kölner Band One in a Googolplex. “Same Ocean, Different Wave” heißt ihr neues Indiepop-Album und das kann man seit Anfang Oktober bei der Musikplattform Bandcamp hören. Dort steht es auch zum “Zahl was du willst”-Preis als Download bereit.

Für unsere nächste Musik machen wir einen Sprung nach La Plata, Argentinien. Dort haben sich lokale Musiker und Bands zusammengetan und ein Label gegründet. Tuamalanpak Records. Teil dieses Labels und Kollektivs ist unter anderem der Künstler und Musiker Oblinof Kohara und der macht nach eigenen Angaben “Post-Internet Indiepop”. Wir hören “Walkwomen”.

Beshéle Caron lebt im kanadischen British Columbia und macht unter dem Namen Rooms feministischen Indiepop, den die Musikerin als kulturelles Material bezeichnet. “It takes a lot to show up” wird ihr neues Album heißen. Im Dezember kommt es auf Musikkassette und als Download raus. Der Song “Let’s play getting closer” ist vorab im Netz erschienen und gibt uns einen ersten Vorgeschmack.

Weiter geht’s mit Erica Mulkey. Die US-Cellistin, Songschreiberin und Sängerin hat im Laufe ihrer Karriere immer wieder politisch anmutende Songs verfasst, die sich z.B. gegen nationalistische Tendenzen in der Gesellschaft richten. Mittlerweile sind es so viele geworden, dass sie ein ganzen Album füllen. Auf “Sometimes Radical” hat sie ihre politischen Cello-Pop Stücke nun erstmals zusammengetragen. Wir hören “I Could Have Killed The King”.

Wir kommen nochmal zurück zu Hendrik Heuer, Manfred Rump, Fabian Schick und Sebastian Zimmer. Die vier Kölner sind One In A Googolplex. Ihr neues Album “Same Ocean, Different Wave” ist eine Mischung aus lebendig-bunten Popsongs und melancholischen Balladen. Egal wie die Stimmung ihrer Songs ist, sie sind auf jeden Fall in tolle Melodien geschnürrt. Das zeigt ihr Song “Don’t Sneeze at Love”.

Zum Schluss wird’s elektronisch. Und zwar mit “Echo Sounder”. So heißt das aktuelle Album von Matteo Russo und Pale Ciciriello aus Bologna. Quai Du Noise heißt das Elektronika-Duo aus Norditalien. Das ebenfalls aus Italien stammende Indielabel EdisonBox hat ihre Musik im Netz veröffentlicht und treibt sanfte Bässe und eingängige Melodien im Stil von Ambient Deep Techno voran.

Playlist:

  1. One in a Googolplex – Timer (CC BY-SA)
  2. Oblinof Kohara – Walkwoman (CC BY-NC)
  3. Rooms – Let’s Play Getting Closer (CC BY-NC)
  4. Unwoman – I Could Have Killed The King (CC BY-NC-SA)
  5. One in a Googolplex – Don’t Sneeze At Love (CC BY-SA)
  6. Quai Du Noise – Mainland (CC BY-NC-SA)
  7.  

    Bild: Damaged Tape von Andrew A. Shenouda auf Flickr, CC BY

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