• 18. November 2011 19:11
  • Sendung vom 19.11.2011, Topic

Nabel der Welt oder The Place to be

Startup Hype oder Startup Fieber in Berlin?


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Berliner nennen ihre Stadt gerne selber in einem Atemzug mit New York, Paris und London. Dabei fühlt sich Berlin an vielen Stellen noch allzu sehr wie West-Berlin an. Und ausgerechnet hier soll der neue Technologie startup boom gerade stattfinden? Renommierte Zeitungen wie die New York Times, Magazine wie Wired.UK oder blogs reden der Stadt das zumindest ein. Und deutsche Medien greifen das gerne auf. Egal, ob im Fernsehen, in Zeitschriften oder Zeitungen und blogs – alle berichten über die startup Szene Berlins und  reden der Stadt ein, sie sei der Nabel der Welt. Aber ist das tatsächlich so? Gibt es belastbare Zahlen? Was ist überhaupt ein startup – früher hat man ganz einfach von einer Firmengründung gesprochen – ist das das gleiche?

Sie heißen Ondango, Aka Aki, Smava, Skrill, Twago, Txtr, Cocatr, Joboto, Kuponjo, Wooga, Alvarum, Twago, Palabea, Wahwah.fm: Hauptsache der Name sagt nichts – wie auch Nicht-Kunstwörter: Amen, Moped, Herrenschmiede, Netzwiese oder 6Wunderkinder. Letztere konnten in dieser Woche eine Finanzierungsrunde mit 4.2 Mio Dollar durch ein Investment von Skype Mitbegründer Niklas Zennström vermelden. Gibt es in Berlin tatsächlich ein Startup-Fieber oder ist alles nur ein Startup-Hype? Auch wenn es tatsächlich ein Gründer-Fieber gibt, warum sind die Gründungen international wenig erfolgreich? Und welche Qualität haben diese Gründungen, sind es nur Trittbrettfahrer international erfolgreicher Originale? Deutschland lastet in der Hinsicht das Klischee  der copycat an. Es gibt also sehr viel zu besprechen.
Wir haben mit kompetenten Gesprächspartnern darüber gesprochen: Matt Cohler ist amerikanischer Investor und sieht in Berlin die Zukunft. Er sagt im Breitband Interview:
„Ich finde Berlin ist ein toller Ort, es gibt sehr viel Talent, es ist eine sehr internatinale Stadt, ein Magnet für sehr begabte Leute aus ganz Europa und von weiter weg. Berlin ist eine Stadt, die Unternehmen sehr viele Möglichkeiten gibt, etwas auf die Beine zu stellen. Es ist ja kein international bedeutendes Finanz- oder Industriezentrum – aber als solches genau richtig für Leute, die gerne neue Dinge aufbauen – die finden da noch eine ziemlich unbemalte Leinwand. Und es ist eine Stadt mit viel kreativer Energie. Also ein guter Platz für Startups.“

Außerdem haben wir mit Mark Hoffmann von Mark Hoffmann von gruenderszene.de gesprochen, der schon in Berlin tätig ist.