• 17. April 2009 22:04
  • Netzmusik, Sendung vom 18.04.2009

Musik, aus dem Netz gefischt


Die Netzmusik heute mit Vivian Perkovic und einem berühmten Cousin, den von Rapper Ice Cube. Er heißt Del Tha Funky Homosapien allerdings ist nicht frostig, sondern lacht über sich selbst:

Del Tha Funky Homosapien – And They Thought THat Was Hell
http://delthefunkyhomosapien.bandcamp.com/

Diese Stimme kennen Sie vielleicht von der Comic-Band Gorillaz, da hat Del Tha Funky Homosapien einem Charakter seine Stimme gegeben. Dass er auf der helleren Seite der Unterhaltung steht war für Del Tha Funky Homosapien schnell klar.
Als er mit der Hip-Hop-Musik begann, Anfang der 90er, war Humor-Rap nicht mehr so gefragt. Denn die 90er waren die Hoch-Zeit des grimmigen Gangster-Rap. Das versuchte der Rapper auch mit der Band Lench MOb
Der Rapper aus Oakland  merkte  schnell, dass er da nicht hineinpasst und konzentrierte sich auf sein Solo-Debut. Ein Album mit dem in Gangster-Rap-Kreisen undenkbaren Namen „I wish my brother George was here“. George steht für Funk-Legende George Clinton. Und zum Funk seines ersten Albums ist Del Tha jetzt mit seinem 7 zurückgekommen: The Funk Man – Stimulus Package. Das verteilt er frei im Netz. Und hier daraus noch:

Del Tha Funky Homosapien – I’m smelling myself
http://delthefunkyhomosapien.bandcamp.com/

Netzmusik 2: Jean Felix
Bei Musikern ist das ja so ne Sache – Deadlines sind nicht unbedingt bindend und  sehr oft werden Veröffentlichungstermine von neuen Alben nach hinten verschoben. Um so größer die Freude, wenn ein Werk dann endlich fertig ist.
Der Singer-Songwriter Jean Felix, Sohn eines Kameruners und einer Deutschen, hat wenigstens mal kurz das Gefühl gehabt, ganz oben auf dem Gipfel der Arbeits-Bewältigung frei durchzuatmen zu können. Wenigstens das – denn danach ist die Festplatte mit allen Sounds und Kompositionen abgeschmiert.
Dafür stellt jetzt der Singer Songwriter Jean Felix seine Lieder eben einzeln auf seiner Homepage vor.

Jean Felix – Everything
www.jeanfelix.de

Jean Felix ist in München aufgewachsen, lebt mittlerweile in Köln und ist schon als Support von DJ Vadim, Yarah Bravo und auch dem deutschen Reggae-Sänger Patrice getourt. Und vielleicht wegen der Nähe zum Reggae hat auch Jean Felix ein Lied mit einem der meistbesungendsten Frauen-Namen in der Black Music, Mary Jane.
Dass es über sie so viele Hymnen gibt, liegt daran, dass Mary Jane auch für die Pflanze steht, die so ähnlich benannt ist: Mari Juana.

Jean Felix – Mary Jane
www.jeanfelix.de

Außerdem in der Netzmusik: serbischer Heavy-Turbo-Folk von der Gruppe Perrodeformero, zu finden bei myspace unter http://www.myspace.com/perodefformeroklan

Die Band Perro Deformero aus Novi Sad kombiniert Heavy Metall in der Art von Iron Maiden oder Slayer mit Turbo Folk. Das ist der hirnlose, billig produzierte Musik-Stil, der für  das Milosevic-Regime der 90er Jahre und seine Medien steht, eine Art Kirmes-Musik mit Folklore-Elementen, meist gesungen von halbnackten Silikon-Frauen. Aber es gibt auch den ein oder anderen männlichen Vertreter. Und Pero Deformero bringen Turbo-Folk-Gesang mit Heavy-Metall-Gitarren-Riffs zusammen. Musik, die jeden Laut-Sprecher zum Fön macht.
Den Song „Ferrari“ empfiehlt Vivian Perkovic für den morgendlichen Head-Bang-Rave im Badezimmer, mit der Haarbürste als Mikrophon.