• 25. Juli 2008 08:07
  • Off-Air, Sendung vom 26.07.2008

Monografie mit Ratgeberqualitäten – Google startet „Knol“


Und wieder ein gescheiterter Versuch, eine Nachrichtenwoche ohne Google-relevante News zu bestreiten:
Der Suchmaschinengigant hat seine Wissenswebsite Knol (kurz für „Knowledge“) gestartet. Das Projekt wurde in der Vergangenheit als Alternative oder gar Angriff auf das populäre Online-Lexikon Wikipedia wahrgenommen. Allerdings verfolgt Knol einen etwas anderen Ansatz als Wikipedia.  Das Projekt setzt auf individuelle Autoren, die die von ihnen erstellten Artikel mit ihrem Klarnamen signieren. Auch das Themenspektrum hat eher Service-Charakter: Es reicht von Rezepten für Pancakes bis zu Ratschlägen bei Sportverletzungen ; zudem ist die Auswahl an Artikeln noch übersichtlich.
Die Autoren können die Kommentare aus der Nutzergemeinde einarbeiten oder diese zurückweisen. Es können sich auch mehrere Autoren zusammenschließen und einen Artikel gemeinsam verwalten. Die Nutzer können Punkte für Artikel vergeben. Das ganze Prozedere erinnert an eine Art moderiertes Forum.
Steffen Büffels Einschätzung auf blogpiloten: “ Wenn die Artikelgenese zu einem Thema nicht konsensorientiert ist und Autoren mit anderer Meinung einfach einen eigenen Text eröffnen, besteht die Gefahr eines Wildwuches, einer Kakofonie von ähnlichen oder eben ganz unterschedlichen Beiträgen zu ein und demselben Gegenstand. Hier wird es wohl entscheidend darauf ankommen wie intelligent Google die Darstellung und Vernetzung unterschiedlicher Knols (1 Knol = eine Unit of Knowledge) unterstützt.“
Ein Autor kann auf seinem Artikel Google-Textanzeigen schalten. Er bekommt von Google einen Anteil aus den Einnahmen für diese Anzeigen dafür. Zu diesem Zweck kann ein Autor auch einen bereits bestehenden AdSense-Account bei Knol anmelden.