• 9. Juli 2010 14:07
  • Medien und Meinungen, Sendung vom 10.07.2010

SWIFT-Abkommen, DE-Mail, Twitter @earlybird

Meldungen der Woche


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EU stimmt für SWIFT-Abkommen
Trotz Bedenken von Datenschützern hat das Europaparlament am Donnerstag dem umstrittenen Swift-Abkommen mit den USA zugestimmt. Nur wenige Stunden später hat auch der Bundestag das Abkommen in einem Entschließungsantrag gebilligt. Damit erhalten die USA wieder Einblick in die Überweisungen europäischer Bürger in das EU-Ausland. Das soll bei der Terrorismusbekämpfung helfen. Der Swift-Vertrag stelle jeden grenzüberschreitenden Geldverkehr unter Generalverdacht, schreibt Frank Patalong bei Spiegel Online.
Und Markus Beckedahl wundert sich auf netzpoltik.org, dass in Anbetracht der weiterhin kritischen Punkte zum Datenschutz vorallem Sozialdemokraten und Liberale in der EU das Abkommen als einen Erfolg für Bürgerrechte verkaufen wollen. Ein generelles Risiko vor terroristischen Angriffen reiche nicht aus, um Bürgerrechte aufzugeben, so Beckedahl.

Brief und Email werden eins
De-Mail heißt das Zauberwort. Der Service soll das verbindliche und sichere Versenden von Dokumenten und Nachrichten ermöglichen. Nutzer müssen dafür ihre Emailadresse registrieren. Die Vorabregistrierung hat in dieser Woche bei GMX und Web.de begonnen. Die hoffentlich spamfreie, signierte und verschlüsselte DE-Mail dürfte laut Heise etwa 15 Cent kosten. Zusatzliche Features soll es auch geben: „De-Safe“ z.B. – Ein elektronisches Archiv, für wichtige Dokumente wie Kontoauszüge oder Vertragsunterlagen. Bis zum Start dauert es aber noch: Erst muss die Regierung das so genannte Bürgerportalgesetz verabschieden. Das soll noch in diesem Jahr passieren.

Twitter wird zum Schnäppchencenter
Twitter will endlich Geld verdienen. Und zwar als eine Art digitales Schnäppchencenter. Das Ganze soll so funktionieren: Firma XY twittert z.B. „Die ersten 100 Bestellungen für unsere T-Shirts kosten nur die Hälfte“.Da Twitter als Medium benutzt wird, verlangt Twitter Geld von den werbenden Firmen. All das soll ganz kontrolliert ablaufen und zwar über den Twitteraccount @earlybird. Nur darüber soll die Werbung geschaltet werden. Twitternutzer können diesem Account folgen. Müssen sie aber nicht. Interessant sei vorallem der opt-in-Ansatz für Werbung, schreiben die Blogger von readwriteweb. Dabei handelt es sich also um Werbung, für die sich ein Nutzer aktiv entscheiden kann. Mit wieviel Umsatz Twitter rechnet, wann genau der Service starten soll und welche Firmen mitmachen – all das ist noch unklar.