• 11. Oktober 2007 09:10
  • Sendung vom 13.10.2007, Topic
  • 1 Kommentar

Macht uns die grenzenlose Verfügbarkeit des Wissens klüger?


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Welche Auswirkungen hat die grenzenlose Verfügbarkeit von Informationen auf unser Wissen?
Spätestens seit der digitalen Medienrevolution sind Verfügbarkeit, Transparenz und Zugänglichkeit des Wissens nicht mehr Ideal, sondern Realität. Doch das Internet definiert auch einen neuen Wissensbegriff. Datenbanken wie Google und wikipedia sind die modernen Enzyklopädien des 21. Jahrhunderts. Das Internet verändert die Art, wie Wissen entsteht, dargestellt und verbreitet wird. Es steht nicht mehr zur Debatte, wem Wissen vorenthalten wird, sondern wie die Datenfluten organisiert und selektiert werden können. Wie alles in der spätmodernen Gesellschaft unterliegt auch die Produktion und Verwertung des Wissens dem Gesetz der Beschleunigung: Immer mehr Wissen wird in immer kürzerer Zeit erzeugt und muß dementsprechend rasch aufgenommen und verarbeitet werden. Wir können zwar jederzeit und gleichzeitig verschiedenste Informationen abrufen – deren Sinn, Bedeutungen und Zusammenhänge zu verstehen – sie in Wissen umzuwandeln – vermögen immer weniger Menschen. 
 
Im Interview: Rudolf Maresch
– Wie verändern sich unser Erkennen, Verstehen und Interpretieren?
– Wird die gemeinsame Wissensbasis einer Gesellschaft weiter schrumpfen und stärker individualisiertes Wissen hervorbringen?   
– Was kennzeichnet eine  Wissengesellschaft 2.0? (Steht Wissen in einem Verwertungszusammenhang? Leben wir in einer Informationsgesellschaft 1.0?) 
Links:
Rudolf Maresch: Wissensgesellschaft 2.0. Über Lebensverhältnisse, Arbeitsstrukturen und Kommunikationsbeziehungen in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts
http://www.rudolf-maresch.de/texte/72.0
Nichtwissen ist tabu – Werden oder sind wir eine Wissensgesellschaft? Wie verändern sich die Unternehmen? Interview mit dem Trendforscher Joseph Scheppach
http://www.salzburg.com/sn/07/01/22/artikel/2933291.html
Der Philosoph Konrad Paul Liessmann über Wikis, die Zukunft der Schrift und das Ende der Bildungsidee. Der österreichische Philosoph hat ein Buch gegen die Zeitgeist-Rhetorik geschrieben: „Theorie der Unbildung. Die Irrtümer der Wissensgesellschaft“. Seine Streitschrift gegen Bologna-Prozess, die Rede von „Weltklasse“-Universitäten, eine Universitätsreform um der Reform willen und gegen Konzepte von „Elite“ und „Exzellenz“ in den Wissenschaften entzündete eine neue Debatte um die Zukunft der universitären Wissenskultur. Interview mit Stefan Weber:
http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/24/24927/1.html&words=Liessmann&T=liessmann

Kommentare

    einseitig
    An Bildung ist noch keiner zugrunde gegangen. Um so mehr du weißt, um so mehr kannst du dich wehren..

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