• 22. August 2009 13:08
  • Medienwandel, Portrait, Sendung vom 22.08.2009

Lost in space? 60 Jahre dpa


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Nie waren Nachrichten so verfügbar und gleichzeitig so schnell veraltet wie in Zeiten des Internets. Wichtigster Produzent für Verlage und Medienunternehmen sind Nachrichtenagenturen, die den Globus mit tausenden von Korrespondenten, freien Mitarbeitern und Informanten überzogen haben. Durch eine Vereinbarung mit Google sind Inhalte einiger Nachrichtenagenturen auch auf Google News zu finden. Weil sie ihre Abnehmer als erste und so schnell wie möglich mit Informationen versorgen müssen, galten Nachrichtenagenturen immer als Vorreiter, wenn es darum ging, sich neueste technologische Entwicklungen zunutze zu machen. Im Internetzeitalter jedoch hat sich dies geändert. Mit der Geschwindigkeit des Netzes kommen Nachrichtenagenturen, so scheint es, nicht mehr richtig mit. Das gilt auch für die dpa, Deutschlands größte und wichtigste Nachrichtenagentur.
Am Dienstag dieser Woche beging sie ihren 60. Geburtstag. Bislang beliefert sie die Mehrheit der deutschen Print-, Radio- und Fernsehredaktionen. Das Genossenschaftsmodell, nach dem die Agentur aufgebaut ist, steht für unabhängigen Journalismus und gilt als Garant für die Medienvielfalt in Deutschland. Doch über ihre Perspektive muss sich die dpa richtig Gedanken machen. Vera Linß porträtierte eine Agentur im Umbruch.
Foto: Flickr cc nimboo