• 9. Oktober 2010 17:10
  • Besprechung, Digitale Kultur, Medienwandel, Sendung vom 09.10.2010

Lesekreis 2.0

Vom vernetzten Bücherlesen


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Beworben und bejubelt wird es schon lange – das Konzept des vernetzten Lesens. Wer ein Buch liest, taucht in der Regel tief in die Inhalte ein – läge es da nicht nahe, sich mit seinen Freunden zu verbinden, sich über die Texte auszutauschen, am besten nicht nur mündlich, sondern auch digital? Neue eBook-Lesegeräte aber auch jeder Internet-Browser haben das technische Potenzial für den „Lesekreis 2.0“, wie es Christopher Maire, Chef der Berliner Software-Firma txtr nennt.
Digitale Kommentarspalten könnten in Zukunft mit Facebook- und Twitter-Profilen vernetzt sein, Studenten wertvolle Randnotizen zu Literaturquellen austauschen, Romanleser über die Fortsetzung des neuesten Krimis debattieren.
Die Firma Txtr arbeitet schon seit Jahren am vernetzten Lesen, bietet eine Plattform für viele Endgeräte (von Android über iPad bis hin zum Webbrowser und, wenn auch nicht den nie erschienenen hauseigenen txtr-Reader, immerhin den ukrainischen Pocketbook-eBook-Reader), wo Benutzer Texte tauschen und kommentieren können.
Genauso aktiv wie txtr in Sachen Leservernetzung ist die Website literaturcafe.de – ein Portal für Literaturnachrichten, Geschichten, Kurzgedichte, für alles, was das Leser-Herz begeistert. Deren Betreiber Wolfgang Tischer hat für uns Qualität, Potenziale, Angebote und Zukunft des gemeinsamen digitalen Lesens eingeschätzt.

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