• 6. August 2011 12:08
  • Sendung vom 06.08.2011, Topic

Leben nach Zahlen

Wie die Quantified-Self-Bewegung sich selbst vermisst


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Wir alle hinterlassen täglich Spuren im Netz. Die Anhänger der Quantified-Self-Bewegung gehen einen Schritt weiter als die meisten anderen. Sie statten ihren Körper mit Sensoren aus, protokollieren so ihre Körperfunktionen akribisch und übermitteln diese Daten ins Internet – vom Blutdruck über das Gewicht bis zum Menstruationszyklus. Heraus kommt ein Leben nach Zahlen, ein Social Graph, der mit der Onlinecommunity geteilt wird. Warum? Um den eigenen Körper besser kennen zu lernen oder sich sportlich mit anderen zu messen zum Beispiel. Laut Quantified Self nutzt heute jeder Vierte Netzbewohner das Internet, um seine Körperdaten auszuwerten.

Aber könnte aus der Vielzahl von Daten nicht auch ein gesellschaftlicher Mehrwert gewonnen werden, eine bessere medizinische Versorgung resultieren? Wann hat man schon mal derartig viele präzise Daten. Oder sind es vielmehr die Datenjäger, Versicherungen etwa, die sich auf die gesammelten Körper-Werte stürzen werden, um Kasse zu machen?

Darüber sprechen wir mit James Burke von Quantified Self Amsterdam.

Danach begibt sich Ben Schwan für uns in den Selbstversuch der vollen Körperkontrolle – und der Frage hin, ob er sein Gewicht wirklich automatisch twittern lassen soll. Getestet hat er für unsden Wakemate, die Withings Body Scale und den RunKeeper.

 

Foto: CC Flickr / Montage: susan402 und Régis Gaidot