Leben in der Cloud-Kultur

Wie die Wolke unseren Alltag prägt


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Lange waren wichtige Bausteine unserer Identität physisch und anfassbar: Plattensammlung, Bibliothek, Foto-Album, Brief-Ordner. Längst ist vieles dieses persönliches Interieurs digitalisiert, mehr noch: ausgelagert. Musik, Videos, Mails, Familien-Fotos – immer mehr davon liegt in der Daten-Wolke, der Cloud. Dieses Cloud-Computing meint: Dateien sind nicht mehr auf dem Rechner unterm Schreibtisch gespeichert, sondern in der Wolke, im Internet, auf Servern von Google, Amazon oder Facebook, irgendwo auf dem Globus. Der Vorteil: Man kann jeder Zeit, überall seine Musik hören, seine Bücher lesen, alle Fotos ansehen. Außerdem werden immer mehr dieser Daten verknüpft – wie Facebook diese Woche deutlich gezeigt hat. Alles digital, alles irgendwo, alles verknüpft – was das für unsere kulturelle Identität bedeutet, dazu haben wir mit Nikolai Longolius gesprochen, als Produzent von Internetfernsehen lebt und arbeitet er quasi „in der Wolke.“

Grafik: Ivan Valsh / IBM @ flickr / CC-Lizenz