• 9. April 2011 12:04
  • Digitale Kultur, Formate, Portrait, Sendung vom 09.04.2011, Themen

Kulisse im Pjöngjang-Stil

Steve Gong reiste nach Nordkorea und filmte heimlich mit


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Nordkorea ist ein Land, das wie kaum ein anderes nach außen hin abgeschottet ist. Es werden zwar Touristengruppen ins Land gelassen, allerdings nur unter der strengen Aufsicht nordkoreanischer Reiseleiter. Sich unbeobachtet zu bewegen ist nahezu unmöglich.

Auch Steve Gong, einem jungen Multimedia-Journalisten aus London, hat man gesagt, er solle das Hotel nicht verlassen, bei den Ausflügen stets bei der Reisegruppe bleiben. Dennoch ist es ihm gelungen, einen kurzen, aber intimen Einblick in den nordkoreanischen Alltag zu bekommen – das Video“Pyongyang Style“ dazu kursiert derzeit im Internet und löst kontroverse Reaktionen aus.

Was Gong zu sehen bekam, wirkte wie Kulisse: Gut gekleidete Menschen auf repräsentativen Plätzen, perfekt geschminkte Frauen in Uniform oder stramm marschierende Soldaten. Erst als Gong zum Friseur ging, hatte er das Gefühl, etwas Authentisches zu erleben:

“Spending time with the hairdresser, Kim Hye-Sun was unlike spending time with any of the usual North Koreans you get to meet. She was charming and quirky. For the first time, I felt like I was seeing something real, that wasn’t shown to me.”

Johanna Herzing hat mit Steve Gong gesprochen. Im Portrait erzählt Gong, der in China geboren und in Italien aufgewachsen ist, seine Nordkorea-Geschichte und wie es zu dem Film kam.

Pyongyang Style from Steve Gong on Vimeo.