• 26. November 2010 14:11
  • Besprechung, Digitale Kultur, Sendung vom 27.11.2010, Technologie

Kinect, gehackt

Was Hacker und Künstler mit Microsofts neuer 3D-Webcam anfangen


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Rumhüpfen und mit dem Armen wedeln beim Action-Spiel anstatt auf irgendwelche Joysticks und Gamepads zu drücken. “Kinect”, eine neue Ergänzungs-Kamera und Bilderkennungs-Software von Microsoft für deren Spielkonsole Xbox nutzt den Körper als Controler für Computerspiele. Wir hatten im Juni schon über das Projekt mit dem Arbeitstitel “Natal” gesprochen”. Daraus wurde jetzt Kinect – (gr. kínesis „Bewegung“) – und es soll der Weihnachtsschlager in den Wohnzimmern werden.

In den Bastlerstuben ist es das schon längst das Lieblingspielzeug des Jahres: die 150 Euro teure Kinect-3D-Kamera wurde binnen weniger Stunden gehackt beziehungsweise ganz legal für den Computer zugänglich gemacht – eine Technologie, die vorher tausende von Euros kostete. Perfekt für Bastler, Künstler, Forscher – oder auch „nur“ für 3D-Videokonferenzen. Der von der israelischen Firma PrimeSense für Microsoft entwickelte Sensor hat 4 Mikrofone, eine Webcam, einen Infrarot-Laser-Projektor und eine Infrarot-Kamera verbaut, mit deren Hilfe er dreidimensionale Bilder im Raum berechnen kann.

Schon lange gab es solch fortgeschrittene Technologie nicht mehr auf dem Massenmarkt. Das sie nicht nur für Computerspiele nutzbar ist, sondern zum universellen Werkzeug avancierte, begeistert sogar (nach änfänglichen Protesten) die für ganz andere Politik bekannten Copyright-Hardliner von Microsoft. Denn bereits wenige Tage später finden sich bei Youtube zahlreiche Videobeweise extrem kreativer, bunter, zukunfsweisender Einsatzgebiete.

Breitband-Kollege Moritz Metz hat die Xbox mit Kinect getestet und berichtet insbesondere von den spannendsten Kinect-Hacks, die auch auf Seiten wie KinektHacks.net oder Freenect.com dokumentiert werden – und hier: