• 26. Juni 2010 14:06
  • Besprechung, Netztheorie, Sendung von 26.06.2010, Technologie

Kann es künstliche Intelligenz geben?

Die Thesen des Computerwissenschaftlers David Gelernter


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David Gelernter (Wikipedia-Link) ist eine der schillerndsten und einflußreichsten Figuren in der digitalen Welt. Er gilt dabei als einer der bedeutendsten und visionärsten Computerwissenschaftler. Und ganz nebenbei ist er auch noch Maler, Philosoph und jüdischer Gelehrter.

Als Professor of Computer Science der Yale University hielt er auf Einladung der American Academy und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einen Vortrag in Berlin.
Titel: “Traumlogik, Künstliche Intelligenz und die Poesie des menschlichen Denkens”. Thema: Ob es künstliche Intelligenz geben kann. Gelernters Position ist jedenfalls unzweideutig: Dank ständig besserer Rechenmaschinen und wachsender Netzwerke wird Künstliche Intelligenz zwar eines Tages menschliches Denken simulieren können, aber auch wenn das Maschinen-Denken von außen so aussieht wie menschliches Denken, werden Computer kein Bewusstsein haben. Den Versprechungen der “starken” KI-Forschung erteilt Gelernter eine deutliche Absage.

Philipp Albers hat Gelernters Vortrag besucht.

Grafik: ronin691 bei Flickr, CC-by-sa-Lizenz