• 29. Februar 2008 16:02
  • Portrait, Sendung vom 01.03.2008

Journalistin als Massenvernichtungswaffe


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Am 2. März sind Präsidentschaftswahlen in Russland: der von Putin unterstützte Dmitrij Medwedew gilt als so gut wie gewählt. Dass seine Versprechen von der „Unabhängigkeit der Massenmedien“ und einem gut funktionierendem Rechtsstaat nicht nur leere Worte bleiben, das hofft die junge Journalistin Natalia Morar. Sie schreibt für das Wochenmagazin „The New Times“, eines der noch wenigen übrig gebliebenen Kreml-kritischen Publikationen in Russland. Vor wenigen Wochen wurde Natalia Morar selbst zum Gegenstand internationaler Berichterstattung. Der 23jährigen Journalisten, die einen moldawischen Pass besitzt, wurde die Einreise nach Russland verwehrt. Die offizielle Begründung der russischen Behörden lautete: Sie sei eine Gefahr für die „Verteidigungsfähigkeit und Staatssicherheit“ des Landes.
„Ich bin nicht für die Staatssicherheit eine Bedrohung, sondern für einige Leute, die dem Sicherheitsdienst FSB sehr nahe stehen, weil ich über Geldwäsche und ihre illegalen Geschäfte geschrieben habe.“, so Morar.