• 17. Juni 2008 16:06
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Invasion der Fernsehsender


Gewusst haben wir ja schon seit langem, dass die Menge der Fernsehsender seit der Digitalisierung der Medien rasant zunimmt. Aber hat schon mal einer durchgezählt? Jetzt wurde gerechnet und heraus kam: Die Zahl der privaten Fernseh- und Teleshoppingkanäle hat sich von 2004 bis Ende 2007 verdoppelt (ohne Berücksichtigung der IPTV-Angebote im Internet). Im Klartext heißt das: Zum Jahresende 2007 gab es in Deutschland 149 bundesweite und 226 regionale Privatfernsehsender. Die bundesweiten Sender unterteilen sich in 19 Vollprogramme, 37 Spartensender, 21 Teleshoppingkanäle und 72 Pay-TV-Angebote. Dazu kommen fast 700 Web-TV-Angebote.
Zu diesem Ergebnis kam die Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM), die für die Zulassung und Beaufsichtigung der privaten Rundfunkanbieter zuständig ist. Gerade hat sie ihr Jahrbuch 2007 veröffentlicht.
Ein Blick zurück zeigt, wie ruhig es vor vier Jahren noch hierzulande zuging. Damals gab es gerade mal 74 Sender (13 Vollprogramme, 17
Spartensender, 5 Teleshoppingkanäle und 39 Pay-TV-Sender). Der Trend zum Wachstum hält natürlich an und auch die katholische Kirche will in den neuen Medien nicht den Anschluss verlieren. Heute startete der Augsburger katholische Bischof Walter Mixa das Internetfernseh-Portal katholisch1.tv. Damit sei das gleichnamige TV-Nachrichten-Magazin rund um die Uhr online zu sehen, heißt es. Bereits seit Mitte Januar wird es schon über den digitalen Satelliten ASTRA 1 F ausgestrahlt.
Perspektivisch will der Internetsender, der auf die Redaktionsbüros der Mediengruppe Sankt Ulrich Verlag in Berlin, Köln, Regensburg, Augsburg und Kempten zurückgreifen kann, ein Netz von Videoreportern aufbauen und Lifeübertragungen aus der Bundeshauptstadt und aus Rom ausstrahlen. Außerdem werde wöchentlich in der Rubrik „Rom und die Welt“ die Mittwochsansprache von Papst Benedikt XVI. übertragen. /vli