• 26. September 2009 20:09
  • Digitale Kultur, Portrait, Sendung vom 03.10.2009

Heckeshorn – Die Klangmaschine des Moritz Wolpert


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„Mir ist es gelungen, nach Jahren der Tüftelei eine mechanische Gitarre zu entwickeln, die so auf dieser Welt einzigartig ist. In ihrer Gestalt erinnert sie sehr an die Nautilus von Jules Verne. Doch was noch viel aufregender ist, sie klingt auch einzigartig“ – sagt der Musiker und bildende Künstler Moritz Wolpert über das „Heckeshorn“. An dem schraubt er seit neun Jahren herum, dazu entwickelte er noch zwei Jahre lang eine Schaltzentrale, über die das Heckeshorn gesteuert werden kann. Das Heckeshorn ist ein Wunderwerk, eine bildschön gestaltete Musik-Maschine, ein Kunstwerk aus Metall und Holz, komplett hangemacht, das aussieht als käme es aus einer anderen Zeit. Wolpert stöberte auf Flohmärkten, dem Schrottplatz und auch im Internet nach den Teilen für das Heckeshorn. Verarbeitete vermeintliche Unbrauchbares auf seiner Drehbank, fräste und sägte – um eine ursprünglich eigenlich ganz bodenständige Idee zu verwirklichen: Der Schlagzeuger Wolpert hatte keine Lust mehr, die Auftrittsgage immer teilen zu müssen. Eine Maschine brauchte er, mit der er sich auch selbst begleiten kann. Die Klänge des Heckeshorn sind dennoch im Band-Verbund zu hören, „Berliner Ring“ ist Wolperts aktuelles Musikprojekt, der Star darin: seine Erfindung, die Musikmaschine. Und am liebsten soll das Ganze eines Tages über das Internet bedient werden können.
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von moritzwolpert.de