• 6. August 2010 10:08
  • Netzpolitik, Off-Air, Sendung vom 07.08.2010

Gleichbehandlung im Netz

WAZ-Geschäftsführer Christian Nienhaus fordert Mediengebühr für Presse


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Das Internet ist groß und hat Platz für alle. Außerdem wachsen Bewegtbilder und reine Textangebote zusammen. Und wenn die Öffentlich-Rechtlichen solchen Content mit ihren Gebühren finanzieren dürfen, dann muß auch die Qualitätspresse, die ebenso einen Beitrag zu einer demokratischen Öffentlichkeit leistet, Gebühren bekommen, um ihre Online-Auftritte finanzieren zu können. Das wäre gerecht, meint WAZ-Geschäftsführer Christian Nienhaus, der auch der Vorsitzende des Zeitungsverlegerverbandes in NRW ist, im Interview mit Breitband-Redakteurin Vera Linß (Mp3 oben). Gleichwohl kann sich der Zeitungsmann auch vorstellen, dass alle im Netz auf Gebühren verzichten und somit gleichberechtigt konkurrieren. Bereits in der Augustausgabe des Fachmagazins Pro Media hatte sich Christian Nienhaus in diese Richtung geäußert, wie carta Anfang dieser Woche zitiert.
Gegenüber Breitband sagte Nienhaus, dass er in der Verlegerwelt „viel Beifall“ für seine Ideen bekommen hat. Offen ist allerdings noch, wie diese Idee konkret umgesetzt werden kann.

Foto: flickr.com, CC von noodlepie