• 20. Mai 2008 12:05
  • Off-Air, Sendung vom 24.05.2008

Gib dem Affen Zucker


Mit der online-Soap „They call us Candy Girls“ versucht „MySpace“, sein stagnierendes Wachstum wieder zu beschleunigen. Für den vergangenen März hatte das Marktforschungsunternehmen Nielsen Online dem Socialnetwork laut FAZ online sogar einen Reichweitenverlust nachgewiesen. Jetzt sollen es Geschichten um Liebe, Eifersucht und Intrigen, bestens bekannt aus den trashigen Vorabendfernsehprogrammen, reißen. Endgültig ist das Netz also im mainstream angekommen. Um den gelangweilten Teeniespießer am Wegsurfen zu hindern, setzt „MySpace“-Deutschlandchef Joel Berger auf altbewährte Rezepte aus der Fernsehunterhaltungsküche: „Wir wollen nicht nur ein Telefonbuch mit Bildern, sondern ein Netzwerk mit qualitativen Inhalten sein.“
Jedes „Candy Girl“ hat selbstverständlich ein „MySpace“ Profil. Registrierte Nutzer können den girls Nachrichten schreiben. „Wir wollen das Ferseherlebnis sozial machen“, schwärmt Berger.
Die Produktion der bisher vorliegenden 20 fünfminütigen Episoden ist laut „MySpace“ günstiger als vergleichbare TV-Billigproduktionen. Auf dem Weg zu mehr Medienkonvergenz könnten Synergieeffekte aus den „Webisodes“ auch gestressten Fernsehmanagern helfen, mehr Kosten einzusparen.