• 6. Januar 2009 11:01
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Gerüchte um Krise bei Microsoft


Für Microsoft beginnt das neue Jahr so, wie das alte aufhörte – nämlich eher mau. Zum Ende des alten Jahres stand fest, Mozillas Firefox-Browser behauptet seine Wadenbeißerrolle und Microsofts Internet Explorer (IE) verliert weiter Marktanteile. Im Mai vergangenen Jahres sollen noch 74 Prozent der Surfer mit dem IE im Netz unterwegs gewesen sein. Im Dezember waren es einer Studie von Net Applications zufolge nur noch 68 Prozent. Der Firefox-Browser der Mozilla Foundation hingegen legt im gleichen Zeitraum von 18 auf 21 Prozent Marktanteil zu. Und im Dezember blieb er erstmals über den gesamten Monat über der magischen 20 Prozent-Marke. Als Gründe für den Verlust beim IE werden zum Teil die zahlreichen Feiertage im Dezember vermutet, an denen gewerblich genutzte PCs, auf denen häufig Microsofts IE installiert ist, ungenutzt bleiben, wogegen private Computer mit Firefox an diesen Tagen häufiger genutzt wurden.
Dass Microsoft schweren Zeiten entgegen sieht, lässt sich auch an einem weiteren Gerücht erkennen. Der Technik-blog fudzilla meldet es bereits als Faktum, dass Microsoft in der kommenden Woche bekanntgeben wird, dass weltweit 15.000 der insgesamt 90.000 Arbeitsplätze bei dem Softwaregiganten wegfallen werden. Mitarbeiter wurden demnach bereits darüber in Kenntnis gesetzt. Öffentlich soll der massive Stellenabbau am 15. Januar bekanntgegeben werden, das ist eine Woche bevor Microsoft am 22. Januar die aktuellen Quartalszahlen bekanntgeben muss. Bereits am Freitag sollen Finanzanalysten bei der Consumer Electronics Show in Las Vegas darüber informiert werden, berichtet der Online-Dienst cnet. Weiteren Gerüchten zufolge soll ein Großteil der Arbeitsplätze bei Microsoft EMEA (Europe, Middle East and Africa) abgebaut werden, allerdings hält Wall Street Analyst Henry Blodget die Zahl der Entlassungen von 15.000 für unwahrscheinlich. Er schreibt im blog Silicon Valley Insider, dass diese hohe Zahl von Entlassung nur dann wahrscheinlich wären, wenn Microsoft ganze Geschäftszweige aufgeben würde.
Was an all diesen Gerüchten dran ist, werden wir nächste Woche sehen und vielleicht trifft die Entlassung ja auch diejenigen, die den Ausfall des Zune-Players zu verantworten haben. Einige Modelle von Microsofts mp3-Playern versagten nämlich am 31.12.2008 den Dienst. Rien ne va plus – nichts geht mehr und das lag an der Software der kleinen Kiste. Microsoft hatte schlicht „vergessen“, dass 2008 ein Schaltjahr war (Oh Mann!) und so „dachte“ der Musik-Winzling bereits einen Tag früher, das Jahr sei zu Ende und wusste mit sich und der Welt nichts mehr anzufangen. Am 1. Januar war der Spuk dann vorbei.