• 23. Oktober 2008 14:10
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Gefloppt: Die Berichterstattung zur US-Präsidentschaftswahl in den amerikanischen Medien


Die US-Nachrichtenkanäle haben dem Vorwahlkampf 2008 mehr Sendezeit gewidmet, als in den Jahren  1991 – 2003 zusammen. Auch die Einschaltquoten sind gestiegen. Sie lagen um über 100 % höher als 2003. Es wurde also im amerikanischen Fernsehen nie soviel über Politik gesprochen, wie bei diesen Präsidentschaftswahlen. Das Paradox: Die meisten Menschen haben dennoch nicht das Gefühl, gut infomiert zu werden. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Pew Research Institute und der Harvard Universität.
Deren Erkennntisse decken sich offenbar mit denen der Journalisten Howard Rosenberg und Charles Feldman. In ihrem neuen Buch „No Time To Think – The Menace of Media Speed and the 24-hour News Cycle“ malen sie ein düsteres Bild über die Medien in den USA. Die Berichterstattung über die bevorstehende Präsidentschaftswahl bezeichnen sie als die schlechteste, die es ja gegeben habe. Kerstin Zilm hat mit den beiden Journalisten gesprochen. Mehr dazu in der gestrigen Ausgabe von „Fazit“, hier zum nachhören.