• 6. November 2009 22:11
  • Netzmusik, Sendung vom 07.11.2009

frisch und geschmeidig: Die Netzmusik


> MP3-DOWNLOAD

Netzmusik 1: Opsound
http://opsound.org/index.php
http://opsound.org/tag/soundtrack/

Opsound ist eine Musik-Plattform, die das
Open-Source-Modell von Software versucht auf Musik zu übertragen, das heißt, dass die Musik auf dem Portal nicht nur frei downloadbar-, sondern
auch noch frei bearbeitbar ist. Geordnet sind die Titel nach
Schlagwörtern, und eines das mehrere Dutzend Treffer bringt, ist das
Schlagwort „Soundtrack“. Darunter den Titel „Mood11“, ein ganz schön
technisch-pragmatischer Titel für einen Soundtrack, produziert von
Phantastica Kontrabanda.

Musik Phantastica Kontrabanda „Mood 11“

Die Musik auf Opsound ist unter der Attribution-Share-Alike-Lizenz
veröffentlicht. Das ist die Lizenz aus dem Creative-Commons-Pool, bei
der es erlaubt ist, die heruntergeladene Musik weiterzuverbreiten, zu
remixen und zu samplen.
Das ist auch ganz im Sinne von Manolo Camp aus Gossau. Er sagt selbst von sich, die Worte Kooperation und Kollaboration beschreiben ihn am besten.

Der Soundtrack von Manolo Camp, mit dem Namen „Medieval“ hat
schon eine Dokumentation über Grillen, also die Insekten, untermalt.

Netzmusik 2: upitupwww.upitup.comDas Netlabel Upitup wird aus Rom, London und
Stuttgart gesteuert und veröffentlicht heiter-beschwingende Musik.
Vom Projekt „Discoghosts“ des Stuttgarter Label-Chefs Dennis Knopf
gibt es den Titel „For The Ladies“ in der Netzmusik.

Über den ungewöhnlichen Namen des netlabels hat Vivian Perkovic mit Dennis Knopf, einem der Gründer gesprochen. Das Interview gibt es ebenfalls in der netzmusik.

Netzmusik 3: Kieronhttp://kieron.net/Kieron James ist ein Brite, der gern läuft und Musik macht. Letzteres aber nicht so gern allein. Und deswegen greift Kieron James auf seine virtuellen Freunde zurück, die er im richtigen Leben noch nie getroffen hat.
Gerade bereitet Kieron James eine Sound-Installation für das Netaudio
EXPANDING 09 Festival in Barcelona vor. Das wichtigste Instrument für die Sound-Installation ist Persönliche-Nachrichten-an-alle-die-es-wissen-wollen-Dienst Twitter. Nicht weil Twitter selbst Geräusche macht, sondern weil Leser der
Twitter-Nachrichten von Kieron James die Sound-Einstellungen
festlegen.
Kieron hat sich verschiedene Parameter ausgesucht, für jeden die
Grenzwerte festgelegt, zum Beispiel zwischen 110 und 180 für den
Parameter Tempo, dann einem Twitter-Kontakt gesagt: such Dir eine Zahl
zwischen 110 und 180 aus. 123 kam raus, und damit war klar, der Track
hat 123 Beats per Minute.
Dabei kommt dann ein Basis-Audio raus, dann kommt Stufe zwei, das Basis-Audio wird durch einen Sequenzer geschickt und mit Effekten und Filtern verändert. Auch dafür legte Kieron James wieder mit Hilfe seiner Twitter-Freunde Parameter fest.

Dabei kam schon sowas wie ein Musik-Stück raus, das wird bis zur
Präsentation auf dem Netaudio EXPANDING 09 Festival in der nächsten Woche
in Barcelona nochmal von Kierons Kollegen geremixt.
Foto: Michal Zacharzewski